Ballgewandter Zehner mit Übersicht

Ballgewandter Zehner mit Übersicht

Manfred Heinisch ist die rechte Hand von Trainer Johann Dunkel. Nach seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein SV Arzfeld ist der derzeit im Defensivbereich eingesetzte gelernte Zehner auch als Co-Trainer tätig. Der TV befragte Heinisch nach seinen Zielen mit der SG.

Arzfeld/Daleiden. Vor eineinhalb Jahren kehrte Manfred Heinisch (32) vom Bezirksligisten Großkampen nach Arzfeld zurück. "Ich habe eine eingespielte Truppe vorgefunden und wollte mich zügig reinarbeiten. Das ist mir mit Hilfe von Jonny Dunkel in kurzer Zeit gelungen. Wir verstehen uns gut und haben sehr viel Spaß bei der Trainingsarbeit", sagt Heinisch. "Ich kenne Jonny schon sehr lange. Er war auch bei der GLÜ schon mein Co-Trainer", beschreibt Heinisch die damalige Ausgangslage. Die fünf Jahre Großkampen bezeichnet der in Prüm geborene und in Arzfeld lebende Bankkaufmann als "Highlight": "In meinem ersten Jahr wurden wir gleich Dritter in der Bezirksliga und haben auch danach oft im oberen Mittelfeld mitgespielt." Neben dem Reiz, noch einmal für seinen Heimatverein spielen zu wollen, nennt Heinisch, von allen nur "Manni" gerufen, den großen zeitlichen Rahmen, den ein Bezirksligist abstecken muss, um so lange erfolgreich zu sein. "Vor zwei Jahren wurde die Bezirksliga auf 19 Clubs aufgestockt - es gab viele englische Wochen. Außerdem habe ich ein Haus gebaut und bin Vater geworden - da muss man Prioritäten setzen. Die Aufgabe, meine Erfahrungen weiterzugeben, hat mich immer schon gereizt", sagt der ballgewandte Mittelfeldmann. Die komplette Jugend spielte er in Arzfeld, ging mit 26 dann zur GLÜ, reifte anschließend zum "Klasse-Zehner". "Im zentralen Mittelfeld fühle ich mich zu Hause und kann meine Mitspieler in Szene setzen. Doch momentan organisiere ich die Abwehrarbeit, weil Daniel Meyer verletzt ist." Neben den zwei Aufstiegen mit Arzfeld in die A-Klasse nennt Heinisch auch ein Freundschaftsspiel vor drei Jahren in Karlshausen gegen Fortuna Düsseldorf als Höhepunkt seiner Karriere. Wie sieht der mit Ehefrau Jennifer verheiratete Vater eines 19-monatigen Sohnes (er heißt Jakob) die Zukunft in Daleiden? "Wir wollen einen guten und modernen Fußball spielen - Platz fünf ist realistisch. Wir machen uns keinen Druck, nur weil wir fünf gute Zugänge haben - der Aufstieg ist kein Muss." Der Sport hat ihn geformt und geprägt. Auch heute sieht der 32-Jährige fast alle wichtigen Sportereignisse im Fernsehen, bleibt aber ein Familienmensch. "Ich versuche natürlich, so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Am Haus gibt es zudem jede Menge zu tun."