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Die Speerspitze bei den Vulkan-Ladies

Die Speerspitze bei den Vulkan-Ladies

Einen Teil ihres Referendariats absolviert die angehende Lehrerin Marina Kils am Studienseminar in Trier. Pikant: Mit den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern könnte die Kreisläuferin aus der Eifel die DJK/MJC Trier in die zweite Liga befördern. Die 24-Jährige fiebert dem Abstiegsknüller zwischen beiden Clubs entgegen.

Koblenz/Trier. Zur Wichtigkeit dieser Partie gibt es keine zwei Meinungen. "Es geht um alles", sagt Marina Kils, Kreisläuferin bei den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern. Der Bundesliga-Aufsteiger empfängt am 16. Februar die zwei Punkte hinter ihm liegende DJK/MJC Trier.
Das Rheinland-Pfalz-Derby hat für die 24-Jährige aus verschiedenen Gründen einen besonderen Reiz. Es geht um den Klassenerhalt. Und es geht gegen die Stadt, die ihr keineswegs fremd ist. "Ich bin ja zwischen Koblenz und Trier aufgewachsen", sagt die angehende Sport- und Deutsch-Lehrerin aus Schwarzenborn (Kreis Bernkastel-Wittlich), die seit ihrem Studium in Koblenz lebt. Vor kurzem hat sie ihr Referendariat begonnen - an der Realschule plus in Manderscheid und am Studienseminar in Trier.
Handballerisch hat sich Kils früh nach Norden orientiert. Als erfolgreiche Nachwuchsspielerin der HSG Wittlich weckte sie beim TuS Weibern Aufmerksamkeit. Erst wurde sie mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, später wechselte sie ganz zum Verein aus dem Kreis Ahrweiler, der nach dem Erstligaaufstieg 2012 als "Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern firmiert und seine Heimspiele in der Koblenzer Oberwerth-Halle austrägt.
"Den Aufstieg hatte niemand für möglich gehalten. Jetzt ist aus dem Traum Realität geworden", sagt Kils, die Stammspielerin ist und bei ihren Mitspielerinnen als Zwetschgenkuchen-Bäckerin hoch im Kurs steht.
Erfolge als Leichtathletin

 Sportlich, sportlich: Marina Kils wurde als Jugendliche mehrfach Rheinlandmeisterin im Speerwerfen (das Foto stammt aus dem Jahr 2005). Foto: Holger Teusch
Sportlich, sportlich: Marina Kils wurde als Jugendliche mehrfach Rheinlandmeisterin im Speerwerfen (das Foto stammt aus dem Jahr 2005). Foto: Holger Teusch


Freundschaften zu Spielerinnen der Trierer Miezen pflegt sie nicht - lediglich mit Judith Derbach hat sie einmal kurz in der Auswahl gespielt. Engeren Kontakt hat sie hingegen noch zu ihrem Ex-Club HSG Wittlich.
Für den Abstiegsgipfel in knapp zwei Wochen gegen Trier hat die Eifelerin einen speziellen Auftrag: "Meine Mutter hat einen Tag vorher Geburtstag. Sie wünscht sich von mir nichts Sehnlicheres als zwei Punkte", berichtet Kils, die in früheren Jahren als Leichtathletin Erfolge gefeiert hat. Mehrfach war sie Rheinlandmeisterin im Speerwerfen. Das Wurfgerät hatte sie schon ein paar Jahre nicht mehr in der Hand. Dafür ist sie nun am Kreis die Speerspitze bei Koblenz/Weibern.