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HANDBALL
Miezen-Desaster vor Minus-Kulisse

FOTO: MJC
Trier. Nach der mit Abstand schwächsten Saisonleistung bleiben die Trierer Handball-Miezen Vorletzter in der 2. Bundesliga. Der Tabellenzweite aus Buchholz/Rosengarten musste sich vor nur 200 Zuschauern in der Arena Trier nicht groß anstrengen, um 32:18 (16:8) zu gewinnen. Maja Zrnec musste verletzt ins Krankennhaus.

Emotionslos, ideenlos und erfolglos – anders kann man die Leistung der Trierer Miezen am Samstagmittag gegen die Nordheide-Luchse aus Buchholz und Rosengarten nicht beschreiben. Den 200 Zuschauern hätte man eigentlich das Eintrittsgeld zurückerstatten müssen, denn sie hatten die MJC bis zum Schluss nach vorne getrommelt und -geklatscht. „Wenn unsere Spielerin solchen Einsatz gezeigt hätten wie die Fans, wäre das Spiel anders gelaufen“, sagte auch Miezen-Trainerin Elena Vereschako nach dem blamablen 18:32 (8:16).

Die ersten 15 Minuten der Partie waren so ziemlich das Schlechteste, was man von den Trierer Miezen in den vergangenen Jahren gesehen hat. Uninspiriert und durchsichtig im Angriff, in der Abwehr fast ohne Gegenwehr. Gäste-Torfrau Katharina Filter hatte nach 15 Minuten bereits zehn Trierer Würfe abgewehrt, wobei die U20-Nationalspielerin allerdings auch einige Mal nicht viel machen musste, um an die Bälle zu kommen. Es dauerte genau 9:35 Minuten, ehe Hannah Sattler das erste MJC-Tor gelang, da standen für Rosengarten schon sechs zu Buche, und nach 14 Minuten hieß es 1:9.

Gleich zu Beginn musste die MJC aber einen Schock hinnehmen, denn die Slowenin Maja Zrnec verletzte sich am Fuß, musste ins Krankenhaus. „Sie ist schwer verletzt, was es genau ist, können wir noch nicht sagen“, meinte Vereschako gleich nach Abpfiff.

Zum Glück für die Miezen hatten die Gäste die Partie nach dem 9:1 weitgehend abgehakt und spielten nicht mehr so konzentriert und motiviert, so dass die Triererinnen zumindest noch ein bisschen näher herankamen. Mehr als sieben Feldtore und ein 8:16 sprangen zur Pause aber nicht heraus – was der MJC angesichts der Leistung sogar noch schmeichelte. „Wir haben 17 Mal vor der Pause verworfen, so kannst du gegen keinen Gegner gewinnen“, sagte Vereschako.

Es dauerte bis zur 48. Minute und dem 12:27, ehe der MJC das zehnte Feldtor gelang. In der Schlussphase hämmerte Gabriella Szabo mit Wut und Verzweiflung einige sehenswerte Würfe ins Netz und Torfrau Aleksandra Baranowska wehrte einige Bälle ab – insgesamt war die Leistung der Miezen aber alles andere als Zweitliga-tauglich. „Die Mannschaft muss lernen, dass man bis zum Schluss kämpfen muss und nicht einfach den Kopf hängen lässt“, war die Trainerin ziemlich sauer über die MJC-Leistung.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Baranowska – Petrovska (1), Sattler (1), Ilcuikaite (1), Houben (4/1), Czanik (1), Tolic (1/1), Szabo (6), Zrnec, Simon-Varga (3) – Beste Werferin Buchholz/Rosengarten: Land, Kadenbach (je 5)