Maare-Mosel-Lauf verfehlt 1000er-Marke knapp

26 Läufer zu wenig: Der Maare-Mosel-Lauf blieb denkbar knapp unter der erhofften vierstelligen Teilnehmerzahl. 974 Läufer, Walker und Wanderer kamen am letzten Augustsonntag auf den Punkt-zu-Punkt-Strecken in der Vulkaneifel ins Ziel. Bianca Stanienda aus Gestorf bei Hannover und der Saarländer Sammy Schu über Halbmarathon sowie Yvonne Jungblut vom LT Schweich und Philipp Klaeren vom Post-SV Trier über zehn Kilometer heißen die Hauptlaufsieger.

Dass nach zwei Jahren mit mehr als 1000 Teilnehmern diese Marke verfehlt wurde, führte Organisationsleiterin Inge Umbach in einer ersten Analyse auf den Veranstaltungstermin in den Sommerferien zurück. Dadurch kamen vor allen weniger Schüler: 93 statt 149.

Die Teilnehmer des in der Region einmaligen GesundLand-Laufs (ohne Zeitmessung und Wettkampfcharakters) mussten kurz vor ihrem Start zwar noch vor einem Regenschauer flüchten, das war aber die einzige Dusche. Sogar die im Ziel in Gillenfeld blieben weitestgehend aus. Wegen des Ferientermins war ein Wasserrohrbruch in der Pulvermaar-Schule nicht bemerkt worden.

Die Witterung war bei der 17. Auflage auch so wenig schweißtreibend, wie selten Ende August. Temperaturen von 16 Grad und bedeckter Himmel ließen gute Zeiten zu. Dies nutzten über zehn Kilometer die Sieger Yvonne Jungblut und Philipp Klaeren (Post-SV Trier). Die 37-Jährige vom Lauftreff Schweich erzielte in 37:27 Minuten die drittbeste je auf dem Parcours von einer Frau gelaufenen Zeit. Während Jungblut einen Start-Ziel-Sieg landete, überholte Klaeren erst auf dem letzten Kilometer den bis dahin führenden Jörg Borens und siegte in 33:34 Minuten mit sieben Sekunden Vorsprung.

Über Halbmarathon setzte sich der Favorit und Sieger von 2012 Sammy Schu klar in 1:14:19 Stunden und fast sechs Minuten Vorsprung durch. Zweiter wurde David Fleschen (TV Herkenrath), der Sohn des aus Mehren stammenden Olympiateilnehmers Karl Fleschen, in 1:20:02 Stunden. Bester Teilnehmer aus der Region Trier war als Dritter in 1:22:09 Stunden Hendrik Haumann von der TG Konz.

Frauensiegerin Bianca Stanienda hatte nach der Siegerehrung ein Transportproblem: Die 45-Jährige vom niedersächsischen Verein SVE Hiddestorf (bei Hannover) wurde wie Sammy Schu in Mineralwasser aufgewogen (84 Flaschen!), war aber mit dem Fahrrad aus Bad Bertrich angereist. Die Sonderlösung: Stanienda bekam den Gegenwert der Getränke ausgezahlt. Im nächsten Jahr wolle sie wiederkommen, versprach sie. Dann aber wohl mit dem Auto.

Ähnlich knapp wie Jörg Borens den Zehn-Kilometer-Sieg verfehlte die beste Halbmarathon-Teilnehmerin aus der Region Trier den zweiten Platz: Bei Kilometer 20 wurde Michelle Bauer vom SV Ellscheid von Annette Geiken (LAZ Puma Rhein-Sieg) überholt. 23 Sekunden fehlten der 25-Jährigen am Ende. Wie gut die Bedingungen waren, zeigen die Zeiten: Geiken und Bauer steigerten sich gegenüber dem Vorjahr, als sie um den dritten Platz kämpften, um rund fünf Minuten auf 1:30:21 Stunden beziehungsweise 1:30:44 Stunden.