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Leichtathletik
Sanierung der Toni-Chorus-Sporthalle in Trier kostet Postsportverein Nerven

Jede Menge Funktionäre und erfolgreiche Sportler ehrte das Präsidium des Post-Sportvereins Trier bei seiner als Delegiertenversammlung durchgeführten Jahreshauptversammlung.   
Jede Menge Funktionäre und erfolgreiche Sportler ehrte das Präsidium des Post-Sportvereins Trier bei seiner als Delegiertenversammlung durchgeführten Jahreshauptversammlung.   FOTO: Holger Teusch
Trier. Die Bauarbeiten an der Toni-Chorus-Halle haben den Post-Sportverein auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Von Holger Teusch

„Es gibt ein Thema, das klebt wie Kaugummi unter meiner Fußsohle – und das nicht erst, seit ich Präsident bin: die Toni-Chorus-Halle.“ Der Vergleich, mit dem Thomas Lorenz seine Rede bei der Jahreshauptversammlung des Post-Sportvereins Trier (PST) einleitete, mochte manchen der Delegierten von Triers größtem Sportverein zum Schmunzeln bringen. Den PST-Vorstand hat die Sanierung der vereinseigenen Sporthalle viele Nerven gekostet.

Aus „18 Wochen plus Sommerferien“, wie Lorenz noch auf der Jahreshauptversammlung im Mai 2017 gehofft hatte, wurde eine rund einjährige Bauzeit im Innenbereich der Halle. Hier steckte der Teufel im Detail, von der Deckenkonstruktion bis hin zur Teerabdichtung unter dem Fußboden der 1969 fertiggestellten Halle. „Damit ist das Kartenhaus unserer Sanierung ineinander zusammengefallen“, resümierte Lorenz. „Die Firmen, die bei uns arbeiten sollten, konnten nicht, haben andere Aufträge angenommen, und als wir sie brauchten, mussten wir warten - und der ganze Schlamassel nahm seinen Lauf.“ Die Folge: In manchen Abteilungen konnte nur eingeschränkt trainiert werden.

„Die Handballerinnen mussten sich zeitweise eine Halle mit einer Gardetanzgruppe teilen, so dass es eine interessante musikalische Untermalung des Trainings gab“, nannte Sport-Referentin Lisa Grüneisen ein Beispiel. Die Folge: „40 bis 50 Mitglieder haben wir durch diese verzögerte Maßnahme verloren. Mit 3213 (davon 25 Prozent Kinder und Jugendliche, Frauenanteil: 41,6 Prozent) hatte der PST aber zu Jahresbeginn nur unwesentlich weniger Mitglieder als 2017 (3244), listete Geschäftsführerin Hiltrud Schilz auf.

So negativ die Verzögerungen bei der Innensanierung der Toni-Chorus-Halle waren, finanziell habe es dadurch eine Atempause gegeben, berichtete der zuständige Referent Patrick Lenz: „Wir sind wirtschaftlich gesund und haben deshalb eine gute Basis für die Innensanierung.“

 Ehrungen: Funktionäre: PST-Ehrennadel, Gold: Helmut Rach, Peter Willems. Silber: Jakob Joeres, Ingo Köper, Horst Kahren, Thomas Greff, Gabriele Hofmann von Kapherr, Ulrich Lehmann, Frank Christmann, Bernard Cotinaut, Daniel Jacobi, Gerd Ludes, Andreas Orlt. Sportler, Gold: Tim Dülfer, Peter Morbe, Udelhoven Karin, Bianca Brachmann, Sabrina Pütz. Silber: Fleer Katharina, Annika Gäb, Peter Schermann, Mareike Metz, Nicolas Fusenig, Elisa Lehnert.