Gute Resonanz für Turn-EM: Finals fast ausverkauft

Gute Resonanz für Turn-EM: Finals fast ausverkauft

Auch ohne Titelverteidiger Fabian Hambüchen werden die Europameisterschaften der Turner in Berlin in einer ausverkauften Max-Schmeling-Halle stattfinden.

Bereits mehr als zwei Monate vor den Titelkämpfen vom 6. bis 10. April sind die Tickets für die beiden Gerätefinal-Tage fast vergriffen: Über 10 000 der etwa 12 000 zur Verfügung stehenden Karten wurden verkauft.

Da auch die Mehrkampf-Konkurrenzen am 8. April sehr gut nachgefragt sind und für die beiden Qualifikationstage umfangreiche Schüler-Aktionen gestartet wurden, rechnen die Organisatoren bei allen Veranstaltungen mit einer stets vollen Halle. Das erklärte Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB) am Montag in Berlin. Der Etat der EM von rund zwei Millionen Euro wird größtenteils durch Gelder vom Berliner Senat (bis zu 1,5 Millionen Euro), den Bund (70 000 Euro), Sponsoren und durch Zuschauer- Einnahmen gedeckt.

„Ich bin überzeugt, dass diese EM im Jahr des 200. Jubiläums des Turnsports in Deutschland ein voller Erfolg wird“, erklärte Georges Guelzec, der Präsident des Europäischen Turn-Verbandes (UEG), am Montag nach der Auslosung. Den deutschen Turnern um Vize-Weltmeister Philipp Boy wurden dabei je zwei Startplätze in der ersten Division am frühen Morgen und der dritten Gruppe am späten Abend zugelost. Bei dieser EM werden keine Team-Titel vergeben, dafür aber die Mehrkampf- Konkurrenzen ausgetragen.

Vortuner Hambüchen, der Mehrkampf-Champion von Mailand 2009, fehlt wegen seiner Achillessehnen-Operation, doch Cheftrainer Andreas Hirsch ist sicher, dennoch ein starkes Team an den Start zu bringen. Ein Fragezeichen steht nach seinem Wadenbeinbruch noch hinter dem Mehrkampf-Einsatz des deutschen Meisters Marcel Nguyen. „Er kann wieder voll trainieren. Aber wir müssen behutsam vorgehen, damit durch Überehrgeiz nicht neue Fehler passieren“, sagte Hirsch.