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Schlägt der Pokalschreck erneut zu?

Schlägt der Pokalschreck erneut zu?

Kreispokal Mosel: B-Ligist SG Mittelmosel Mülheim empfängt im Viertelfinale die klassenhöhere SG Veldenz.

Mülheim-Brauneberg Die einzige noch in diesem Kalenderjahr zu spielende Viertelfinal-Partie im Kreispokal wird am Sonntag, ab 14 Uhr, vor sicherlich großer Kulisse ein brisantes Spiel mit jeder Menge Lokalkolorit bescheren. Pokalschreck SG Mittelmosel will mit der SG Veldenz/Burgen einen weiteren A-Ligisten aus dem Wettbewerb kegeln.
Spätestens nach dem 5:1-Erfolg gegen A-Liga-Herbstmeister SV Niederemmel ist die SG Mittelmosel Mülheim-Brauneberg/Bernkastel zum ernsthaften Anwärter gereift, im Kreispokal-Wettbewerb ganz weit vorn zu landen. Schon im Achtelfinale war für den A-Ligisten aus Hetzerath beim 0:3 Schluss gegen das Team von Trainer Sascha Fuhr. Dieser nennt die Gründe für den Aufschwung im Pokal: "Gegen Niederemmel haben wir sogar von Anfang bis Ende ein richtig gutes Spiel gemacht und die Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Wir haben deren entscheidende Spieler im Griff gehabt."
Nach zwei 2:2-Unentschieden in der B-Liga (gegen Flussbach und Buchholz II) will sich die Mannschaft nochmals fokussieren. "Das Pokalspiel besitzt einen hohen Stellenwert, immerhin ist der Halbfinalist automatisch auch im Rheinlandpokal dabei. Das Spiel birgt auch eine gewisse Brisanz, denn den Lokalcharakter kann man nicht leugnen, wenn Mülheim gegen Veldenz spielt. Immerhin trennen beide Orte nur ein paar Kilometer", stellt das Match für Fuhr eine besonders reizvolle Aufgabe dar.
Weil weit und breit zu diesem Zeitpunkt sonst keine anderen Spiele in der Region stattfinden, rechnet der Mülheimer Coach mit weit mehr als 250 Zuschauern. "Die Spannung steigt täglich. Es wird schon längere Zeit über das Spiel geredet. Es prickelt auch im Training bei uns", verrät Fuhr, der personell wieder mit Peter Coen und Daniel Willems plant. Beide mussten zuletzt entweder ganz passen oder spielten wegen Erkältungen keine 90 Minuten durch. Denn wenn Coen, der Torjäger, und Willems, der Mittelfeldmotor, fit sind, wird es für jeden Gegner schwer. "Dann haben wir eine reelle Chance. Peter Coen setzte extra in Manderscheid aus, um gegen Veldenz fit zu sein. Wir haben mit ihm in der Woche individuell trainiert", sagt Fuhr.
Mit Pascal Thiel als Sturmpartner könnte die Mülheimer Doppelspitze für immense Gefahr sorgen. Der fast die komplette Hinrunde verletzte David Roth ist ebenfalls wieder auf dem Vormarsch. Die Veldenz-Burgener empfahlen sich am Sonntag in der A-Klasse mit einem überzeugenden 6:1-Auswärtssieg bei Rot-Weiss Wittlich wärmstens für die Pokalpartie.
Bereits beim 3:1-Sieg im Achtelfinale gegen starke Maringer zeigte das Team von Trainer Rudi Roth seine wahre Offensivstärke. Außerdem ist das Team erfahren im Pokal, um auch beim Nachbarn das Weiterkommen zu sichern. Immerhin gewann Coach Roth einst mit dem SV Zeltingen-Rachtig schon den Kreispokal.
Mit seiner jetzigen Mannschaft stand er vor drei Jahren im Pokalfinale gegen den SV Hetzerath. Roth weiß also, wie sich ein Pokaltriumph anfühlt und möchte ein solches Erlebnis gerne wiederholen. Der mit 21 Treffern in der Kreisliga A erfolgreichste Torschütze, Fabian Helbig, ist guter Dinge, in Mülheim das Weiterkommen zu schaffen: "Wir haben eine gute Mannschaft und sind in der Lage, auch bei einer Spitzenmannschaft der B-Klasse zu bestehen. Es muss unser Anspruch sein, ins Halbfinale zu kommen. Auf uns wartet jedoch ein hartes Stück Arbeit. Jeder sollte noch ein letztes Mal bis an seine Leistungsgrenze gehen."