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Sportmix: Kleiner Verein, großes Herz für krebskranke Kinder

Sportmix: Kleiner Verein, großes Herz für krebskranke Kinder

32 Vereine aus der Region Trier hatten sich am Wettbewerb "Sterne des Sports" beteiligt. Den ersten Platz sicherte sich der sozial engagierte Freizeitclub Heidweiler (Kreis Bernkastel-Wittlich) vor Eintracht Irsch/Saar und dem SV Kell.

Trier. (BP) Wenn man den englischen Begriff "star" wörtlich übersetzt, heißt er "Stern". Aber wer einen "Stern des Sports" erreichen will, muss keine Stars produzieren oder durch überdurchschnittliche sportliche Leistungen auffallen. Vielmehr sind beim Wettbewerb, der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie den Volks- und Raiffeisenbanken veranstaltet wird, andere Eigenschaften gefragt: ehrenamtliches Engagement, soziale Verantwortung, Integration durch Sport, das viel zitierte "die Kinder von der Straße holen". Und angesichts dieser Attribute, die einen wahren "Stern des Sports" auszeichnen, ist es nicht verwunderlich, dass bei der Regional-Entscheidung des Wettbewerbs drei Vereine aus eher kleineren Gemeinden ganz oben landeten, denen es nicht um Sportstars geht. Die Jury - Triers Sportdezernent Georg Bernarding, der Trier-Saarburger Sportkreisvorsitzende Felix Jäger, TV-Redakteur Björn Pazen sowie Vertreter der regionalen Genossenschaftsbanken - zeichnete den Freizeitclub Heidweiler (Kreis Bernkastel-Wittlich) als Sieger mit dem großen bronzenen Stern des Sports aus. Zudem gehen 1000 Euro in die Vereinskasse des Clubs, der sich seit über 20 Jahren durch verschiedene Aktion für krebskranke Kinder einsetzt und schon über 100 000 Euro an Spenden sammelte. "Das ist ein Lohn für unsere langjährigen Mühen, die uns aber immer Spaß gemacht haben", sagte Rudolf Ludwig vom Freizeitclub Heidweiler bei der Siegerehrung am Dienstagabend in der Volksbank Trier.

Auf den zweiten und dritten Platz kamen zwei Sportvereine aus dem Kreis Trier-Saarburg, die sich in besonderem Maße für die Jugend eingesetzt haben: Je einen kleinen bronzenen Stern des Sports erhielten Eintracht Irsch/Saar als Zweiter (sowie 300 Euro) und der SV Kell als Dritter (200 Euro). Die drei Erstplatzierten haben sich zudem für den Landeswettbewerb qualifiziert. Im Vorjahr erreichte der damalige Regionalsieger FSV Trier-Tarforst den zweiten Platz auf Landesebene, sogar für den Bundeswettbewerb in Berlin hatte sich der SV Habscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) qualifiziert.

"Es geht uns nicht nur darum, einen Verein in Berlin zu begrüßen, sondern darum, möglichst viele Vereine für ein soziales Engagement zu sensibilisieren. Wir suchen Beispiele von Vereinen, die Gutes tun - abseits von Halle oder Feld. Es geht um die Rolle des Sports für das Gemeinwesen", sagte Horst Schreiber, Vorstand der Volksbank Trier.

Die übrigen 29 Vereine, die sich für den Regionalwettbewerb angemeldet hatten, erhalten von den Genossenschaftsbanken jeweils 100 Euro, um ihre Projekte weiterzuentwickeln.