TV-Sportlerwahl 2009: Gala der Sieger in Trier

TV-Sportlerwahl 2009: Gala der Sieger in Trier

Die Sportfans in der Region Trier haben abgestimmt: Am Donnerstagabend wurden im festlichen Ambiente des Kurfürstlichen Palais in Trier die Gewinner der TV-Sportlerwahl 2009 mit dem Konstantin-Preis ausgezeichnet.

(bl) Sie waren nervös, sie waren gespannt, sie waren in schicker Garderobe gekommen: Mehr als 200 geladene Gäste haben der Gala zur TV-Sportlerwahl 2009 beigewohnt. In sieben Kategorien wurden die Sieger ausgezeichnet. Aus insgesamt 35 Nominierten hatten die Leser des Trierischen Volksfreunds und die Kunden der Sparkassen der Region ihre Favoriten gewählt. Insgesamt wurden mehr als 33 000 Einzelstimmen vergeben – ein neuer Teilnehmerrekord.

Die meisten Stimmen vereinte das Ruder-Bruderpaar Jost und Matthias Schömann-Finck aus Zeltingen-Rachtig auf sich. Als Teil des Leichtgewichtsvierers, der den Weltmeister-Titel gewann, entschieden sie die Kategorie „Mannschaft des Jahres“ für sich. Sie blicken motiviert in die Zukunft: 2012 in London soll eine Olympia-Medaille her.

Am knappsten war die Entscheidung bei den Sportlerinnen des Jahres. Die ersten drei Platzierten trennten lediglich 0,6 Prozentpunkte. Letztlich gewonnen hat die Duathlon-Weltmeisterin Irmgard Lütticken (Tri-Post Trier). Zehn Kilometer Laufen, 158 Kilometer Radfahren, 30 Kilometer Laufen – die 46-Jährige bezeichnet solche Distanzen als „persönliche Herausforderung“. Spaß – das sei vielleicht das falsche Wort.

Bei den Sportlern setzte sich ebenfalls ein Ruderer durch. Richard Schmidt (RV Treviris Trier, Mitglied des deutschen Ruderachters) konnte die Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen – stattdessen freute sich für ihn seine Mutter auf der Bühne. Hintergrund: Student Schmidt muss am Freitagmorgen eine wichtige Elektrotechnik-Klausur meistern.

Nachwuchssportlerin wurde Linda Betzler. Die Leichtathletin war zudem mit den Tennis-Mädchen des TC Trier nominiert. Sie machte kein Hehl aus ihrer Prioritätensetzung: „Bei mir steht der Sport eigentlich an Nummer eins - vor der Schule.“ Dass auch Athleten aus Randsportarten bei der Publikumswahl Siegchancen haben, bewies der Kanute Peter Schumacher (Verein Trierer Kanufahrer). Der zweifache Medaillengewinner bei der Wildwasser-Junioren-Weltmeisterschaft setzte sich bei den Nachwuchssportlern durch. Er reagierte überrascht, als die Moderatoren des Abends, Rainer Düro und Björn Pazen, seinen Namen nannten: „Mit dem Sieg hätte ich nicht gerechnet.“

Bei den Nachwuchsmannschaften behielt das Crossteam des PST Trier die Oberhand. Bei den Trainern nahm Klaus Klaeren (PST Trier) die Siegertrophäe entgegen. Aus seiner Sicht ist der Konstantin-Preis für ihn gleichzeitig eine Auszeichnung für alle Leichtathletik-Trainer in der Region Trier: „Sie leisten gemeinsam eine Top-Arbeit, so dass wir immer wieder Top-Talente fördern können.“

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