Viel Schotter auf der Piste

Mit einem mächtig aufgerüsteten Titelverteidiger und einem erlesenen internationalen "Geleitzug" geht am kommenden Samstag die 43. Auflage der Rallye Oberehe über die Bühne. Rund um Hillesheim stehen den Piloten etliche neue Herausforderungen bevor.

Hillesheim/Oberehe. Die Mischung aus nationalen Spitzenfahrern und namhaften Piloten aus dem Benelux-Raum war schon immer ein Markenzeichen der Rallye im äußersten Nordwest-Zipfel des Landes gewesen. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders, denn den 150 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, die die sechs Wertungsprüfungen über rund 35 Kilometer angehen, stehen viele Fahrer aus sechs Nationen gegenüber. "Wir haben uns wieder um eine attraktive und spektakuläre Streckenführung bemüht. Die Schotter-Passagen in den Prüfungsabschnitten werden für äußerst sehenswerten Rallyesport sorgen", sagt Wolfgang Bürgel vom veranstaltenden MSC Oberehe.
Als Titelverteidiger geht in diesem Jahr der national erfahrene Rainer Noller aus Abstatt an den Start. Der Vorjahressieger war schon zu Ostern bei der Rallye Zerf mit dem von Le-Mans-Sieger Timo Bernhard aufgebauten GT3 aus dem eigenen Porsche-Zentrum eine Nummer für sich. Wenn der Schwabe den gewaltigen Vortrieb seiner 400 PS auf die Straße bringt, wird es schwer sein, ihn zu schlagen. Allenfalls Oberehe-Seriensieger Frank Färber (Neuwied) im Mitsubishi Evo könnte ihm als ernst zu nehmender Konkurrent gewachsen sein.
Daneben gehen in der nördlichen Eifel auch wieder viele Piloten aus der Region, vor allem in den Farben des veranstaltenden MSC Oberehe, am Samstag um 12 Uhr an die Startlinie auf dem Markplatz in Hillesheim. Der Sarmersbacher Jürgen Lenarz wird dabei nicht wie gewohnt seinen Opel Kadett GT/E steuern, sondern mit einem BMW M3 antreten.
Die Teams der Youngtimer Trophy werden wieder mit mehr als 30 Fahrzeugen am Start sein und für einen historischen Anstrich der Veranstaltung sorgen.
Die befreundeten Piloten aus Belgien und den Niederlanden sind mit der Auswahl ihrer Fahrzeuge immer für eine Überraschung, aber auch etliche Höhepunkte, gut. Sie werden in der Regel von zahlreichen Oranje-Fans begleitet und zeigen Autos, die es normalerweise bei nationalen 200er Rallyes nicht zu sehen gibt. Unter den Teilnehmern befinden sich viele Piloten, die auf Europas bekanntesten Rallyes für Aufsehen gesorgt und sogar Titel eingeheimst haben. Dazu gehören Ausnahmefahrer wie Henk Vossen oder Eddy van den Horn.
Da der Lauf in Oberehe wieder zur Luxemburger Rallyemeisterschaft zählt, werden auch etliche Piloten aus dem Großherzogtum anwesend sein. Insgesamt gehen Teams aus sechs Nationen an den Start.
Weitere Infos, auch über das Rahmenprogramm, gibt es im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.msc-oberehe.de" class="more" text="www.msc-oberehe.de"%>