KATHOLISCHE KIRCHE

Zum Artikel "Eifeler Pfarrer wegen Betrugs bestraft" (TV vom 2. September) diese Meinungen:

Niemand ist perfekt. Wir alle sind nur Menschen. Wir erwarten gerne von anderen, dass diese sich erheben über den Sumpf und das Jammertal auf Erden, durch das wir als Christen waten. Sie sollten anders sein. Reiner und besser. Nicht erst im Jenseits, im Paradies. Mit dem Sakrament der Priesterweihe und der "Priesteruniform" werden diese Wunschvorstellungen bedient. Viele Gläubige glauben auch heute noch an den Priester als die gottgeweihte Person, die besser sein müsse als profane Menschen. Wir sollten uns die Augen wischen und uns von derartigen Klischees verabschieden! Bedauerlich bleibt, dass die katholische Kirche es nicht schafft, etwas mehr Transparenz zu üben! Hier geht es nur um Geld - fast belanglos. Aber genauso handelte die Kirche in zahllosen Fällen sexuellen Übergriffs durch Pfarrer/Priester. Auch die Kirche weiß, dass sie dem selbst verbreiteten Klischee nicht gerecht wird. Warum konnte die Kirche mit der neuen Gemeinde nicht über die Vorhaltungen gegen den Pfarrer, die bereits in Kobern-Gondorf erhoben wurden, respektvoll reden und "Obacht!" sagen? Im Falle von Geld, fast egal. Im Falle von Vorwürfen zu sexuellen Übergriffen, nach denen Priester ebenfalls (ohne Therapie) einfach in eine neue und ahnungslose Pfarrei versetzt wurden, war das unverzeihlich, unmenschlich und - nach meiner Meinung - unchristlich! Dr. Berthold Mertz, Bernkastel-Kues Es ist bekannt - wie auch berichtet wird -, dass katholische Pfarrer in der Besoldungsgruppe A 14 eingestuft sind. Das Mindestgehalt beträgt laut meiner Google-Recherche schon bei einem Berufsanfänger 3996,52 Euro brutto und endet nach mehreren Dienstjahren bei 5434,49 Euro brutto. Der genannte Pfarrer dürfte diese Höchstgrenze erreicht haben. Zudem wohnt er mietfrei und braucht auch keine Gebäudeversicherung abzuschließen. Dies sollte meines Erachtens nachträglich veröffentlicht werden, damit die Bevölkerung sich ein Bild machen kann, wieso dieser Pfarrer sich noch an Messdienergeldern bei so hohem Einkommen bereichern musste. Toni Becker, Konz