GESCHICHTE

Zur Volksfreund-Serie "1914 - Der Erste Weltkrieg":

Vielen Dank für die Serie über den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Die derzeitige Situation ist eigentlich ein Treppenwitz der Geschichte. Seit Wochen erinnern Magazine und Zeitungen an das Europa, das vor 100 Jahren an der Schwelle zu einem großen Krieg stand. Unter anderem wurde der herrliche Sommer 1914 beschrieben. Wie die Menschen weitermachten, in Cafés oder auf Spaziergängen das private stille Glück am Rande des Weltenbrandes genossen. "Und plötzlich leuchtete die Welt", beschrieb der "Spiegel" diese Situation. Womöglich gehören der selben Redaktion Kollegen an, die in ihren Artikeln zu mehr westlicher Stärke gegenüber Russland aufrufen oder vielleicht sogar ein Eingreifen der Nato in der Ukraine für dringend geboten erachten. Manches ändert sich nie. Das diplomatische Wortgefecht von 1914 eskalierte immer weiter, bis schließlich ein Land nach dem anderen in den Krieg eintrat. Wenn man die Lage in der Ukraine verfolgt, wer dort welche Interessen verfolgt, sieht man auch, dass der Westen mit seinem Handeln zur Eskalation beiträgt. Haben wir Deutsche und Europäer aus den hinter uns liegenden Kriegen nichts gelernt? Anscheinend nicht. Ex-Verteidigungsminister Volke Rühe sieht eine "Spirale zu einem scheinbar unabwendbaren Desaster". Alle sollten daher auch verbal nicht weiter aufrüsten. Nur guter Wille und Dialog sichern Frieden und Wohlstand. René Schenten, Trier

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