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Zum Burgen-Klettersteig in Manderscheid schreibt Werner Stadtfeld

Natur : Weit über das Ziel hinausgeschossen

Klettersteig

Zum Leserbrief über den Burgen-Klettersteig in Manderscheid schreibt Werner Stadtfeld:

 Ich kenne Birger Führ als empathischen Naturversteher, den ich selbst im Tal der Kleinen Kyll bei Untersuchungen des Lebens im und am Bach mit Schulklassen beobachten und bewundern konnte.

 Aber Herr Führ, mit Ihrem Leserbrief gegen den Klettersteig im Bereich der Manderscheider Burgen sind Sie doch sehr weit über das Ziel hinausgeschossen. Dem Manderscheider Revierförster Georg Fox als „Erfinder“ des Klettersteigs kann man wirklich nicht vorwerfen, nicht sorgsam mit der ihm anvertrauten Landschaft umzugehen.

 Und das ein „übergeordnetes gesamtgesellschaftliches Interesse hier nicht erkennbar ist“, muss ich auch vehement abstreiten. In der Region spielt der Tourismus eine wesentliche Rolle, und selbst der Klettersteig wird nichts daran ändern, dass es sich um „sanften Tourismus“ handelt.

Fahren Sie doch einmal mit mir in die Alpen. In jungen Jahren habe ich hier zahlreiche Klettersteige kennengelernt, vom Mindelheimer Klettersteig im Allgäu bei Oberstdorf bis zum anspruchsvollen „Rinu Pisetta“ am Gardasee. Menschen, die diese Herausforderungen suchen, sind Naturliebhaber und keine Naturzerstörer.

Genauso verhält es sich mit den Gästen, die den Eifelsteig oder den Manderscheider Burgenstieg erkunden, und hoffentlich in Zukunft auch den geplanten Klettersteig nutzen können. 

 Was sich dagegen in den Alpen mit Massentourismus in Skigebieten abspielt, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht wären Ihre Ratschläge dort besser angebracht.