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Telefonaktion
Palliativmedizin und Hospiz

Trier. Nachgefragt: Experten geben TV-Lesern Rat bei Berührungsängsten. Von Katja Bernardy

() Nur wenige Anrufer nutzten den Service des Trierischen Volksfreunds zum Thema Schmerz- und Palliativmedizin. Die Experten waren der Meinung, dass die geringe Resonanz auf sehr große Berührungsängste mit den Themen Krankheit, Sterben und Tod in der Gesellschaft zurückzuführen sei. Die Palliativmediziner und die Palliativ-Care-Fachkraft des Trierer Hospizes haben zentrale Themen angesprochen. Gemeinsam antworten: Dr. Elisabeth Conrad-Opel, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin sowie ärztliche Leiterin  Palliativmedizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier, Renate Langenbach, Oberärztin der Abteilung für Schmerz-und Palliativmedizin im Mutterhaus der Borromäerinnen Mitte, Dr. Wolfgang Schäfgen, Allgemeinmediziner in Trierweiler mit Schwerpunkt Palliativmedizin und Marientraud Brill, Leiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes im Hospiz Trier.

Wie unterscheidet sich die Palliativstation vom stationären Hospiz?

Die Palliativstation ist eine spezielle Einrichtung für Patienten innerhalb eines Krankenhauses. Sie dient zur Behandlung von Symptomen und zur Verbesserung der Lebensqualität mit den Mitteln einer ganzheitlichen Palliativversorgung.  Das heißt: ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegenden, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten arbeiten zusammen. Ziel ist die Stabilisierung der Patienten und Stärkung und Unterstützung der Angehörige sowie die Entlassung in die häusliche Versorgung, in ein Pflegeheim oder ins Hospiz.

Zu den Aufnahmekriterien in ein stationäres Hospiz zählen, dass die ambulante Versorgung an ihre Grenzen stößt, die Lebenszeit begrenzt ist und die Kontrolle der belastenden Symptome im Vordergrund steht. Auch hier arbeiten verschiedene Berufsgruppen zusammen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in der Palliativstation aufgenommen werden zu können?

Die Palliativstation ist für Menschen in Krisen verschiedener Lebensbereiche –  körperlich, seelisch, sozial, spirituell. Sie kommt infrage, wenn Menschen eine spezielle Versorgung im Krankenhaus benötigen.

Gibt es die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)  in Trier?

Obwohl es gesetzlich verankert ist und jeder Patient somit einen Rechtsanspruch auf eine ambulante palliative Versorgung in seinem gewohnten Umfeld hat,  können Menschen im Raum Trier im Rahmen der SAPV nicht häuslich versorgt werden. Der Grund: Es konnten noch keine entsprechenden Verträge abgeschlossen werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Homepages der Krankenhäuser sowie des Trierer Hospiz´: www.bk-trier.de, www.mutterhaus.de, www.hospiz-trier.de