Das Geld muss raus

Der deutsche Michel geht auf Shopping-Tour: Wenn die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit ihrer neuesten Untersuchung Recht behält, dann brechen für die Wirtschaft bessere Zeiten an. Denn die Menschen in Deutschland wollen wieder mehr kaufen.

Ein halbes Prozent mehr Inlandskonsum erwarten die GfK-Forscher. Das sind einige Milliarden Euro, die darauf warten, ausgegeben zu werden. Nachdem sich zuletzt die Stimmung in der Wirtschaft merklich gebessert hat, steigt nun also die Konsumbereitschaft bei den Verbrauchern. Das ist ein gutes Zeichen. Denn wenn beide Seiten, Produzenten und Verbraucher, positiv gestimmt sind, dann kann die Wirtschaft wieder in Fahrt kommen. Dabei ist die Psychologie enorm wichtig. Denn nur eine große Portion Aufbruchstimmung, eine "Jetzt packen wir es an"-Mentalität, wird die Wirtschaft weiter nach vorne bringen und die lähmende Stagnation abschütteln. Die Zeichen stehen auf Aufbruch, es kann also losgehen. Deshalb ist es gut, dass die Verbraucher das Geld unter die Leute bringen wollen, anstatt es auf die Bank zu tragen. Damit stärken sie die heimische Wirtschaft. 2007 kommt die Erhöhung der Mehrwertsteuer, große Anschaffungen sind also in diesem Jahr noch vergleichsweise günstig zu haben. Laut GfK haben wir Deutschen genug Geld auf der hohen Kante, um es auszugeben. Also gehen wir einkaufen, es lohnt sich. a.houben@volksfreund.de

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