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Kritik von NRW-Schulministerium
Gymnasium in Herne schafft Burkinis für Schwimmunterricht an

Ein Gymnasium in Herne hat 20 Burkinis für muslimische Schülerinnen für den Schwimmunterricht angeschafft. NRW-Schulministerin Gebauer kritisiert das.

Die Anschaffung von sogenannten Burkinis für muslimische Schülerinnen an einem Gymnasium in Herne stößt auf Kritik von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Es sei juristisch eindeutig geklärt, dass auch muslimische Schülerinnen der Verpflichtung zur Teilnahme am Schwimmunterricht nachkommen müssen, stellte Gebauer am Dienstag in Düsseldorf klar. Einen Anspruch auf geschlechtergetrennten Schwimmunterricht gebe es nicht.

Schulen müssten vor Ort auf Herausforderungen lebenspraktisch reagieren, räumte Gebauer ein. „Aber die Beschaffung von Burkinis gehört nicht zu den Grundaufgaben einer Schule.“

Laut „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) hat das Pestalozzi-Gymnasium in Herne 20 Ganzkörperbadeanzüge für Musliminnen für den Schwimmunterricht angeschafft. „Damit hat keiner mehr eine Ausrede, nicht am Unterricht teilzunehmen“, sagte Schulleiter Volker Gößling der WAZ. 15 Schülerinnen hätten das kostenlose Angebot bereits genutzt. Ohne den Ganzkörperanzug wären sie dem Bericht zufolge nicht mit den männlichen Mitschülern ins Becken gestiegen.

(eler)