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Rheinland-Pfalz setzt sich für stufenweise Lockerung der Betriebsschließungen ein.

Corona-Krise : IHK und Land wollen Betriebsschließungen lockern

Landesregierung und Industrie- und Handelskammern setzten sich für eine stufenweise Lockerung der Betriebsschließungen ein.

Die Diskussion um eine Exit-Strategie wird nun auch in Rheinland-Pfalz forciert. In einer gemeinsamen Pressemitteilung teilen Landesregierung und die Industrie- und Handelskammern mit, welche Strategie sie favorisieren: „Rheinland-Pfalz wird sich nächste Woche bei den Gesprächen zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder für eine stufenweise Lockerung der Betriebsschließungen einsetzen.“

Dies war das Ergebnis intensiver Beratungen zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Wirtschaftsminister Volker Wissing und den Präsidenten der vier rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHK) über Vorschläge und Ideen, wie die heimische Wirtschaft wieder hochgefahren werden kann.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht von einem Stufenplan, der für Betriebe und deren Mitarbeiter dringend erforderlich sei.

„Die große Aufgabe besteht darin, dass eine Exit-Strategie die Gesundheit der Menschen und den Erhalt unserer Wirtschaft zusammenbringen muss“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Foto: dpa/Arne Dedert

„Wir sind uns mit den IHKs darüber einig, dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung an erster Stelle steht. Die große Aufgabe besteht darin, dass eine Exit-Strategie die Gesundheit der Menschen und den Erhalt unserer Wirtschaft zusammenbringen muss. Wir wollen das Wirtschaftsleben stufenweise wieder hochfahren, sobald dies die Pandemiezahlen erlauben.“

Für den Präsidenten der Industrie- und Handelskammern im Land, Peter Adrian (Trier) ein notwendiger Schritt, hätten doch die durch die Corona-Krise staatlich verordneten Betriebsschließungen die Wirtschaft im Land in ihrer gesamten Breite getroffen. „Wir brauchen jetzt dringend Licht am Ende des Tunnels.“ Nach mehr als 17 000 Beratungsgesprächen in den letzten Wochen wisse man, wo die Probleme bei den heimischen Unternehmen liegen und wie ein Neustart gestaltet werden könne. Triers IHK-Präsident Peter Adrian: „Man kann Unternehmen über Nacht schließen, aber nicht über Nacht wieder hochfahren. Das braucht einen Vorlauf, den wir genau jetzt haben.“