Auch der Feuerwehr-Nachwuchs lässt nichts anbrennen

Auch der Feuerwehr-Nachwuchs lässt nichts anbrennen

METTENDORF /IRREL . Übung macht den Meister: Nach dieser Devise probten die sieben Jugendfeuerwehren der Ver-bandsgemeinde Neuerburg den Ernstfall im Gewerbegebiet Mettendorf.

Da passte jeder Handgriff: Schlauch ausrollen, Anschlüsse zusammenfügen und Wasser marsch! Nach 30 Minuten waren die drei imaginären Brandherde im Fleischverarbeitungsbetrieb Hamper, in der Möbelschreinerei Hubor und in der Hecke zwischen den beiden Betrieben gelöscht. Im Einsatz waren 61 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren Karlshausen, Körperich, Kruchten, Mettendorf, Neuerburg, Nusbaum und Rodershausen - mit Begleitung und Feuerwehrfahrzeugen. Um im wirklichen Ernstfall eingesetzt zu werden, dazu sind die Zehn- bis 15-Jährigen noch zu jung. Doch ihr "Handwerk" verstehen sie heute schon. Unter der Regie von VG-Jugendfeuerwehrwart Leo Schuh sowie der örtlichen Jugendwarte meisterten sie bravourös die gestellte Aufgabe. Das Löschwasser entnahmen sie zum Teil aus dem Enzbach, der in der Nähe fließt. Der Wehrleiter war zufrieden. Alfred Thome: "Die Übung soll den Gemeinschaftssinn stär-ken. Das ist wichtig für die Zukunft, weil die örtliche Personalstärke tagsüber nicht mehr gegeben ist." Zufrieden war auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Norbert Schneider, der die Übung mitverfolgte. Er war beeindruckt vom guten Ausbildungsstand der Jugendfeuerwehren. "Wir können stolz auf sie sein", sagte er und bejahte die Frage, ob er sie auch auf sein eigenes Grundstück gelassen hätte. "Aber nur im Ernstfall", fügte er hinzu. Der Dank der Wehrführung ging an die beiden Mettendorfer Betriebe, die die Übung ermöglicht hatten und die Jugendlichen nach getaner Arbeit mit Würstchen und Getränken versorgten. Jugend ist Zukunft auch in Irrel: Bei der Jahresabschlussübung der Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Irrel zeigte der Nachwuchs sein Können. Wehrleiter und Ausbilder zeigten sich zufrieden.Die beschauliche Ruhe am Samstagnachmittag ist um Punkt drei Uhr zu Ende. Von allen Seiten fahren Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn am Gelände an der Straßenmeisterei auf. Dort steht auch der ungenutzte Supermarkt, das imaginäre Brandobjekt. Auf der Fahrt hierher sind die jüngster aller Wehrmänner. Die fünf Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde (VG) Irrel, sie zählen zusammen rund 65 Jugendliche, absolvieren ihre Jahresabschlussübung. Die fünf Jugendfeuerwehren sind in Irrel, Gilzem Schankweiler, Ferschweiler und seit neuestem auch in Bollendorf stationiert.Kaum angekommen, stellen sie sich in Reih und Glied auf, erhalten die Befehle. Und schon geht es los. "Wie bei den Großen", raunt einer in der Zuschauermenge. Der Übungsverlauf ist realistisch nachempfunden und prinzipiell gleich wie bei der Erwachsenenwehr. Christina Kumbeitz gehört zu einem Schlauchtruppe. Dort heißt es, die Schlauchstrecke vom Vorfluter an das Brandobjekt zu verlegen. Das Wasser der Prüm soll zum Löschen verwendet werden. Einer der jüngsten steht im Angriffstrupp und hält stolz sein C-Rohr fest. Der neunjährige Sebastian Maas ist mit Begeisterung bei der Sache, lässt sich durchs nichts ablenken. Am Fahrzeug der Irreler Wehr steht Christoph Lenz. Er leistet seinen Beitrag als Maschinist am Lkw. Auch Andreas Schneider aus Gilzem und alle anderen geben ihr Bestes.Die Jugendwarte und Wehrleiter Klemens Mossal überwachen den Übungsverlauf. "Die machen das schon ganz prima. Natürlich kann das ein oder andere noch verbessert werden. Da arbeiten wir dran", kommentiert Mossal im Gespräch mit den Ausbildern.