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MUSIK: Der Sommer ist da, der Jazz kommt

MUSIK : Der Sommer ist da, der Jazz kommt

Die Reihe Summerjazz im Bedagarten startet am 10. Juli. Die Bands sind bekannt, der Eintritt ist frei, die Konzerte sind mittwochs. Nur auf eines  haben die Veranstalter  keinen Einfluss ...

Der Sommer ist da. Das steht selbst für die hartnäckigsten Zweifler fest. Was fehlt also noch in Bitburg? Das Folklore Fest. Und was noch? Richtig: der Summerjazz im Bedagarten.

In der achten Runde setzen die  Veranstalter – die Jazz-Initiative Eifel, die Kulturgemeinschaft Bitburg und die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung –  auf Bewährtes. Daher gibt es – bis auf das Programm, das jedes Jahr wechselt,  und zwei Kleinigkeiten (dazu später mehr) – wenig Neues. Was auch gut sei, sagt Rolf Mrotzek von der Jazz-Initiative Eifel. Denn das Konzept gehe ja auf: tolle Location, freier Eintritt, wechselnde Bands, die feste Zeit (mittwochs zwischen 19 und 21.30 Uhr), die Verpflegung (Bier, Alkoholfreies und Snacks), die Buttons (jedes Jahr gibt es sie für fünf Euro, um die Reihe zu unterstützen) und  nicht zu vergessen:  die Musik (melodischer Jazz wie Swing oder Dixieland). Alles in allem sorge dieses Paket dafür, dass jedes Jahr 2000 Besucher zu den acht Veranstaltungen kämen, sagt Mrotzek.

Und jetzt: die beiden Kleinigkeiten, die in diesem Jahr neu sind. Erstens:  Bei Regen weichen Publikum und Musiker nun in den Festsaal des Hauses Beda aus, da die Eingangshalle umgestaltet wurde und nun dort für eine Bühne kein Platz mehr ist. Zweitens: Die Buttons sind gelb, nicht grün, wie sonst immer. Sie kosten aber noch immer fünf Euro und können, so Mrotzek scherzhaft, in beliebig hoher Stückzahl gekauft werden.

Die Veranstalter haben also alles im Griff? Ja, findet Mrotzek. Bis auf eines: das Wetter. Deshalb sei hier positives Denken angesagt. Schließlich habe man ein Vorbild – das vergangene Jahr, in dem es bei acht Auftritten einmal regnete. Vielleicht klappt es ja im achten Jahr sogar mit acht Auftritten im Garten. Wer weiß?
Das Programm: Mittwoch, 10. Juli: Militär-Jazzband aus Luxemburg: In diesem Jahr eröffnen nicht (wie sonst üblich) die LuxOnions das Programm, sondern sieben Profimusiker aus dem Großherzogtum. Die Militär-Jazzband  steht zum zweiten Mal auf der Bühne im Bedagarten;  sie will die Zuhörer ins Dixieland entführen. Die Formation wurde 1990 gegründet und spielt in der Besetzung Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune, Sousaphon, Klavier, und Schlagzeug.

Mittwoch, 17. Juli: Redhouse Jazzband: Die Band aus Mönchengladbach spielt  Dixieland -, New-Orleans-Jazz und Swing. Sie präsentiert die Musik, wie man sie auf den Schallplatten der 1920-iger bis 40-riger Jahre hören kann, frei interpretiert, aber auch arrangiert. Die Besetzung: Kontrabass, Trompete,  Flügelhorn, Posaune, Altsax, Gesang, Klarinette, Tenorsax, Piano, Schlagzeug und Banjo.

Mittwoch, 24. Juli: Lux Onions: Die  Lokalmatadoren gehören  neben dem Benno-Raabe-Trio zu den den Fixpunkten des Summerjazz: Sie sind immer dabei.  Die luxemburgische Formation spielt traditionellen Jazz, gemischt mit europäischem Dixieland-Jazz. Besetzung:  Trompete, Posaune, Klarinette, Banjo, Schlagzeug und Kontrabass, Gesang.
Mittwoch, 31. Juli: Schräglage-Jazzband: Der schwarze New-Orleans-Jazz hat es der Gruppe angetan. Die achtköpfige Band aus dem Westerwald steht für Energie, Frohsinn und swingend mitreißenden New Orleans Jazz, Dixieland, Swing  und Blues

Mittwoch, 7. August: „Soul Brotherhood“: Im August wird es experimentell: Den Auftakt machen die Soul Brothers. Die Funky Sixties sind das Metier der Band – also die Zeit, in denen der Jazz auf die Rhythmen von James Brown und dem Boogaloo traf. Soul und Gospel  treffen auf harten Swing. Die Besetzung: Hammond Orgel, Flöten, Saxofon, Gitarre und Drums.

Mittwoch, 14. August: Saxomania: Wer den Sound von Benny Goodman und Glenn Miller mag, ist hier richtig. Und wer große Formationen und Saxofone mag, auch. Denn Saxomonia besteht aus 14 Musikern, von denen acht Saxofon spielen. Aber auch Sinti-Jazz-Titel oder Jazzschlager der 50er-Jahre erklingen. Neben den vielen Saxofonen erklingt eine  Tuba und der Sound einer fünfköpfigen Rhythmusgruppe. Manchmal greifen die Musiker auch zu  Banjo und Waschbrett.

Mittwoch,  21. August: Men in Blue: Fans von Uniformen kommen nach dem Auftritt der Militär-Jazzband aus Luxemburg am 21. August zum zweiten Mal beim Summerjazz auf ihre Kosten. Doch nicht wundern! Die früher grün gekleideten Musiker des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz von „Men in Green“ haben die Farbe gewechselt:  Sie tragen jetzt blaue Uniformen.  Die Besetzung der Brass-Band entspricht der der Marching Bands aus dem alten New Orleans. Das Motto der neun Musiker lautet:  „Make serious music, but make it funky and make it fun“.

Mittwoch, 28. August: Benno-Raabe-Quartett: Und  zum Abschluss des Summer-Jazz spielt ... Na wer? Wie immer das Benno-Raabe-Quartett. Eingefleischte Fans wissen das, Neulinge können es dieses Jahr erstmals erleben. Ihre Musik: dezenter Swing von Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman und anderen. Die Besetzung: Piano, Kontrabass und Schlagzeug. Und damit wird deutlich, dass sie dezente Musik machen und keine Trommelfelle strapazieren.

Men in Blue: Die Musiker spielen am 31. Juli. Foto: Landespolizei Foto: TV/Jazz Initiative Eifel
Mag schwarzen New-Orleans-Jazz: die Band Schräglage. Foto: TV/Jazz Intiative Eifel

Einlass ist um  19 Uhr. Gespielt wird — mit Pause – bis gegen 21.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bei Regen finden die Konzerte im Festsaal des Hauses Beda statt. Info: www.jazzei.de