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Die Kita-Frage ist in Wißmannsdorf mit Bitburger Hilfe erst mal geklärt

Bildung : Eine Bleibe für den Winter für Wißmannsdorfer Kinder

Seit dem Hochwasser kann das Kita-Gebäude in Wißmannsdorf nicht genutzt werden. Nun gibt es mit Hilfe der Stadt Bitburg eine Übergangslösung.

(uhe) Seit fast zwei Jahren hangelt sich die Kita Wißmannsdorf von einem Ausnahmezustand zum nächsten. Erst die Pandemie, dann ein Wasserschaden im Gebäude und im Juli dieses Jahres dann schließlich das gewaltige Hochwasser, bei dem das Gebäude überflutet und nachhaltig beschädigt wurde.

Seitdem ist ein Großteil der Kinder und Erzieherinnen der Einrichtung auf Wanderschaft. Zwar konnten die Vorschulkinder zwischenzeitlich in zur Verfügung gestellten Räumen der Grundschule Rittersdorf untergebracht werden, wo sie dann auch bis zum Ende ihrer Kindergartenzeit bleiben können. Doch für die übrigen Kinder gab es in den vergangenen Monaten nur Notbetreuungen an unterschiedlichen Standorten.

Damit aber ist nun Schluss. Zumindest vorerst. Denn Kinder und Erzieherinnen haben endlich eine neue Unterkunft. Nach Ausweich- und Notquartieren in Rittersdorf, Bickendorf und Nattenheim sowie in den beiden Bitburger  Kitas Liebfrauen und St. Peter, die genau wie die Kita Wißmannsdorf in Trägerschaft des Bistums sind, ist es diesmal die Stadt Bitburg, die in einer ihrer Einrichtungen Platz geschaffen hat, um der Kita aus der benachbarten VG Bitburger Land zu helfen.

Seit wenigen Tagen werden Kinder aus Wißmannsdorf in den Räumen der Kita Sportschule auf dem Bitburger Flugplatz betreut. „Da sich die Kindertagesstätte noch in der Einführungsphase befindet, hatten wir die Kapazitäten hier im Hause frei“, erklärt dazu Michael Ringelstein, Erster Beigeordneter der Stadt Bitburg.

So hat Bitburg die Kita selbst erst im Herbst in Betrieb genommen – und das ebenfalls auch nur als Übergangslösung. Mit Hilfe der angemieteten Räume auf dem Gelände der Sportschule soll der derzeitige Mangel an Kitaplätzen in Bitburg ein Stück weit kompensiert werden, bis die Kita auf dem Gelände der Alten Kaserne fertig ist. Weil die Stadt für die Kita Sportschule bislang aber nur eine eingeschränkte Nutzungserlaubnis hat, wird seitens der Stadt zunächst auch nur einer der drei vorhandenen Gruppenräume benötigt. Die beiden übrigen können deshalb vorerst von der Kita Wißmannsdorf genutzt werden.

Die Vereinbarung, die laut Ringelstein recht schnell und unbürokratisch getroffen werden konnte, sieht vor, dass die Kinder aus dem Einzugsgebiet der Wißmannsdorfer Kita bis mindestens 31. März 2022 in der Sportschule bleiben können. Danach werden die Räume dann voraussichtlich von der Stadt selbst benötigt. Das bedeutet, dass in knapp vier Monaten ein erneuter Umzug stattfinden wird. Und im Idealfall wird dieser Umzug dann in Wißmannsdorf enden.

„Bis Ende März wollen wir die Sanierung in Wißmannsdorf abgeschlossen haben“, sagt Simone Dederichs von der Rendantur Prüm, von der aus das Bistum Trier die Renovierungsarbeiten in Wißmannsdorf betreut. Fußböden und Estrich würden derzeit komplett entfernt und erneuert, erklärt Dederichs, verweist gleichzeitig aber auf noch offene Fragen: „Wir müssen noch klären, ob wir dann in einem auch eine Fußbodenheizung mit einbauen können, und warten da noch auf eine Rückmeldung“, sagt die Rendantin. Zudem habe es bei den Abrissarbeiten Probleme mit der Abstimmung gegeben, so dass sich die Entfernung von Estrich und Fußboden verzögert habe. Ob es also tatsächlich gelingen wird, die Kita in Wißmannsdorf bis Ende März so hergerichtet zu haben, dass sie wieder genutzt werden kann, bleibt abzuwarten. „Das ist eine Mammutaufgabe“, sagt Dederichs. „Aber wir tun alles, damit es klappt.“