Erntedank-Frühstück in Prüm in der Basilika

Glaube im Alltag : City-Pastoral

Nachdem in der nahen Stadt der Hahnplatz wieder vollständig begehbar ist und die Basilika in neuem Glanz innen und außen erstrahlt, hat auch der alljährliche Herbstmarkt seinen Platz gefunden.

Nach alter Tradition fand an diesem Markttag auch ein Gottesdienst für Frauen statt, der sich in dem neu eingerichteten Gotteshaus je nach Gottesdienstform verorten kann. Damit die überschaubare Zahl der Gottesdienstbesucherinnen sich als Gemeinschaft erfahren kann, nahm sie einen Platz im Chorraum zwischen Hochaltar und Zelebrationsaltar ein. „Dann können wir unsere Erntegaben an den Stufen des Altares niederlegen und dieses Mal auch eine Kommunionfeier in den Wortgottesdienst integrieren“, meinte das Vorbereitungsteam. Einige zögerten noch, den für sie ungewohnten Platz im Kirchenraum einzunehmen, folgten aber dennoch der freundlichen Einladung und sagten am Ende des Wortgottesdienstes: „Diese Form Gott zu loben und zu preisen, hat mir heute gut gefallen. Die sollten wir in Zukunft beibehalten!“

Im Anschluss trafen sich dann alle zum gemütlichen Erntedank-Frühstück bei selbstgebackenem Stuten und Marmelade aus dem eigenen Garten im Pfarrheim. Aber ein Gang auf den Herbstmarkt durfte natürlich nicht fehlen. Also machte ich mich auf den Weg durch die Stadt Richtung Marktgeschehen. Doch es kam ganz anders: Mitten auf der Straße kam mir ein alter Mann entgegen, lächelte mich freundlich an und war sichtlich erfreut, dass er mir heute hier über den Weg gelaufen ist oder sich unsere Wege rein zufällig gekreuzt haben. Nach kurzer Begrüßung zog er ein Foto aus der Brusttasche und teilte mir mit, was sein Herz bewegt. Er nannte Zahlen und damit auch, wie lange es schon her ist, dass wir erstmals in einer extremen Notsituation miteinander in Kontakt gekommen, miteinander getrauert und Gott um Kraft für den neuen Lebensabschnitt gebeten haben.

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