LAVA-ABBAU

Zu unserem Bericht "Stadtrat gegen weitere Abbauflächen" (TV vom 28. April) schreibt diese Leserin:

Mit Freude habe ich gelesen, dass der Rat der Stadt Daun eine Resolution zur Rohstoffplanung verabschiedet hat, die der Planungsgemeinschaft Region Trier zugesandt wird. In diesem Schreiben wird ausdrücklich betont, dass Gebiete gefordert werden müssen, in denen der Abbau von Rohstoff wie beispielsweise Lavasand und Basalt vollkommen ausgeschlossen ist. Die Ausschlussgebiete sind wichtig, damit die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft der Vulkaneifel vorrangig gesichert werden. Diese Zielsetzung ist richtig und gut. Jedoch werden noch andere wichtige Gründe für Ausschlussgebiete vergessen. Dazu gehören: der Schutz des Grundwassers und somit auch des Trinkwassers. Denn die Lavaberge sind Wasserfilter und -speicher und dadurch Garant für große Mengen sauberen, guten Wassers. Schon heute werden aus den Quellen der Vulkaneifel große Teile der Kreise Cochem-Zell und Ahrweiler mit Trinkwasser beliefert. der Bodenschutz: Boden ist die Grundlage für Ackerbau und Vegetation, der vernichtet wird, wenn neue Abbaugruben erschlossen werden. Wenn man bedenkt, dass durchschnittlich 100 Hektar Boden jeden Tag in Deutschland durch Bauprojekte, Überschwemmungen, Erosion, Überdüngung, Übernutzung vernichtet werden, dann wird deutlich, wie lebensnotwendig es ist, die kostbare Bodenkrume zu bewahren. der Schutz von geologischen Kulturdenkmälern auf Vulkanen der Eifel mit vorgeschichtlichen, römerzeitlichen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Funden und Fundstellen, an denen Mühlsteine und Reibsteine gewonnen wurden. Das sind archäologische Bodenarchive. Im TV-Artikel werden nicht alle Berge aufgezählt, die es zu schützen gilt, die jedoch in der Resolution des Dauner Stadtrates genannt werden: Auf der Wacht, Vulkan Kopp, Löhlei, Riemerich. Ein Berg, der ebenfalls zum Stadtgebiet gehört, wird aber auch in der Resolution nicht erwähnt. Es ist der Fuchskopf. Was wird mit dem geschehen? Der Rand der Abbaugrube befindet sich jetzt schon sehr nahe am Feriendorf Dronkehof. Gisela Kannenberg, Daun