Seniorenheim in Prüm: Nach Zwangspause gehen die Arbeiten bald weiter

Großbaustelle : Seniorenheim in Prüm: Nach Zwangspause gehen die Arbeiten bald weiter

Schnelle Reaktion: Die Chefs der beteiligten Unternehmen am Bau des Seniorenheims in der Prümer Teichstraße haben nach unserem Artikel von Mittwoch eine Stellungnahme geschickt.

Baustillstand am Seniorenheim: Wie der TV am Mittwoch berichtete, ruhen in der Prümer Teichstraße seit Wochen die Arbeiten an der Großbaustelle. Die Bürger fragen sich, warum – und wann es denn dort weitergeht.

Die drei Geschäftsführer der beteiligten Unternehmen haben deswegen eine gemeinsame Stellungnahme geschickt – noch am Tag der Veröffentlichung unseres Beitrags.

Wichtigste Nachricht: Die Arbeiten sollen am Montag, 2. September, „wieder aufgenommen und ordnungsgemäß fortgeführt werden“, schreiben Werner Schilcher (Primus Concept), Rolf Bläsius (MBI Real Estate, beide München) und Eduard Köstinger von der Trigenius Hochbau in Oberhausen.

In dem Artikel berichteten wir von den statischen Problemen, die sich während der Arbeiten nach dem Spatenstich im Februar ergeben hatten: Bekannterweise soll die Wohnanlage zweigeschossig auf dem bestehenden Parkhaus errichtet werden.

Und genau dort, so hatte es Bauleiter Veiko Wintjes erklärt, stieß man auf Unerwartetes: Dass nämlich, wie jetzt auch Schilcher, Bläsius und Köstinger bestätigen, beim Bau des Parkhauses in den 90er Jahren die Tragkonstruktion „nicht der damaligen Ausführungsplanung beziehungsweise Bestandsplanung entsprochen hat“.

Das heißt: Die Fundamente, aber auch weitere konstruktive Bauteile „sind nicht entsprechend uns vorliegenden der Planunterlagen ausgeführt worden“, ergänzt Rolf Bläsius im Telefonat.

„Wir haben eine gebaute Wirklichkeit, und das stimmt nicht mit den Plänen überein. Und darauf müssen wir reagieren, damit der richtige Kraftfluss für das obere Gebäude auch gewährleistet ist.“

Und deswegen, schreiben die Geschäftsführer, „waren umfangreiche statische Neuberechnungen und Ertüchtigungen erforderlich. Diese wurden bereits mit dem Tragwerksplaner und dem öffentlich bestellten Prüfingenieur abgestimmt und freigegeben“.

Daher seien jetzt sämtliche im Artikel angesprochenen „Problem- beziehungsweise Aufgabenstellungen“ in den vergangenen Wochen „geklärt worden“.

Die Verfasser gehen auch auf das kontaminierte Bodenmaterial ein, auf das man bei Erd- und Fundamentierungsarbeiten gestoßen war: „Dieses belastete Material ist vollständig und nach Vorgaben des Geologen ausgebaut und fachgerecht entsorgt worden.“

Deswegen könne in eineinhalb Wochen weitergebaut und alles wie geplant fertiggestellt werden. Auch zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Eröffnung äußern sich die Unterzeichner: Sommer 2020 – „voraussichtlich Juli“. Und damit alle sich ein Bild von der künftigen Anlage machen können, sendet Rolf Bläsius zwei Grafiken mit – siehe Abbildungen.

In Prüm hört und sieht man das gern: Auch Stadtbürgermeister Johannes Reuschen hat mit den Verantwortlichen gesprochen und erfahren, dass es vom 2. September an zügig und dann auch „sichtbar losgehen“ soll. „Mich freut das natürlich“, sagt Reuschen – das sei eine gute Entwicklung.

Auf den beiden Etagen der Wohn- und Pflegeanlage sollen 112 Apartments entstehen, zwischen 23 und 25 Quadratmetern groß. Hinzu kommen ein Innenhof und die nötige Infrastruktur im Gebäudekomplex.

... und von der Teichstraße. Foto: Primus Concept

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