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Special Olympics-Weltspiele: Athleten aus Aserbaidschan in der Eifel

Sportereignis : Special Olympics: Wir kriegen Aserbaidschan

Vor den Weltspielen in Berlin beherbergen drei Kommunen im Eifelkreis die Delegation vom Kaspischen Meer.

Sie sind das größte Sportereignis für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung auf dem Globus: Die Special Olympics World Games. Im Juni 2023 werden die Wettkämpfe in Berlin ausgetragen.

In der Woche davor werden Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt quer durch alle Bundesländer einige Zeit in Gastgeber-Kommunen (offiziell: „Host Towns“) verbringen – auch in der Eifel: Wie bereits berichtet, sind die Verbandsgemeinden Bitburger Land und Prüm und die Stadt Bitburg dafür ausgewählt worden.

Und jetzt steht auch fest, welche Delegation in die Region kommen wird, wie die Organisatoren der Spiele soeben mitteilen: Es sind die Sportler und Betreuenden aus Aserbaidschan, die mit 73 Personen zu den Spielen reisen und vom 12. bis 15. Juni in den genannten Eifeler Kommunen zu Gast sind. Wohnen werden sie in diesen Tagen im Jugendgästehaus Prüm.

Damit beginne nun, heißt es weiter in der Pressemitteilung, die erste Phase der Vorbereitungen: Die Gastgeber und die Delegationen „knüpfen Kontakte, die Gestaltung des Programms vor den Wettbewerben in Berlin wird abgestimmt.“ Auf allen Seiten freue man sich jetzt „auf spannende vier Tage im Juni 2023. Freundschaften werden geschlossen und Möglichkeiten entstehen, eine inklusivere Gesellschaft zu gestalten.“

„Wir freuen uns sehr, die Menschen aus Aserbaidschan zu empfangen, kennenzulernen und ihnen unsere Heimat, die Stadt Bitburg und die Verbandsgemeinden Prüm und Bitburger Land, zu zeigen.“ So lautet die erste Stellungnahme der drei Bürgermeister Aloysius Söhngen (VG Prüm), Josef Junk (VG Bitburger Land) und Joachim Kandels (Stadt Bitburg).

„Wir müssen jetzt erst einmal Kontakt aufnehmen für ein konkretes Programm“, ergänzt Söhngen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Dann weden wir wissen, welche Sportarten in der Delegation vertreten sind und können auf die Sportanlagenbetreiber zugehen. Wir wollen aber vor allem auch ein Programm bieten, das eine Teilhabe an inklusiven Maßnahmen in der Region bedeutet.“

Was könnte das sein? Als Beispiel nennt Söhngen ein inklusives Fußballspiel. „Oder wenn sie Tischtennis spielen, dann spielen sie mit einem Verein aus der Region.“ Die Bürgermeister wollen dann auf die Vereine zugehen und mögliche Angebote mit ihnen entwickeln.

Auf der anderen Seite arbeiten die Kommunen an einem Freizeitprogramm. Aber auch das, teilen die drei Bürgermeister mit, hänge davon ab, welche Sportler kommen und was für sie sinnvoll sei.

Die Special Olympics World Games werden am 17. Juli 2023 in Berlin eröffnet und dauern eine Woche.