2000 Besucher kommen zu erstem Herbstmarkt in Hentern

Markt : 2000 Gäste besuchen Premiere in Hentern

Der erste Henterner Herbstmarkt kommt gut bei den Kunden an. Der nächste Termin steht schon fest.

Renate Brossette aus Zerf ist begeistert, als sie die Stände des ersten Henterner Herbstmarktes sieht. „Dieser Markt ist traumhaft.“ Was in früheren Zeiten in jedem Dorf üblich war, feiert mit dem Ergebnis aus der örtlichen Dorfmoderation eine Renaissance.

„Das ist viel mehr als ein Markt“, findet Ralf Lammel, der mit Eva Lenhof und Dorothee Böhr-Grundhöfer die Organisation übernommen hatte. Er ist selbst Neubürger und sieht darin eine Gelegenheit, bei der Neue Alteingesessene näher kennenlernen können. So werde das Gemeinschaftsleben gefördert.

Im Zuge der Dorfmoderation wurde eine Umfrage gestartet mit dem Ergebnis: Ja, Hentern braucht unbedingt wieder einen Markt. Vor zwei Jahren schloss der Dorfladen für immer und hinterließ eine große Lücke. Diese ist zwar mit vier geplanten Märkten im Jahr nicht zu schließen, doch es bleibt ein Erlebnis, wenn frische Lebensmittel, zum Teil aus heimischen Gärten oder dem neuen Dorfgarten (auch ein Ergebnis der Moderation), angeboten werden. Kinder wurden miteinbezogen, konnten am Glücksrad drehen und bei der Tombola etwas gewinnen, oder sie haben Hufeisen zu Traumfängern nach indianischem Vorbild umgebaut.

Michael Leidinger und Melanie Hübschen sind aus dem saarländischen Weiskirchen und aus Wadern auf den Markt gekommen. „Wir sind angeschrieben worden und haben gleich zugesagt“, sagt der Betreiber eines Gartenbaubebetriebs. Er präsentiert seine üppige Kürbisernte in Hentern.

Abfälle gibt es hier nicht. Melanie Hübschen kreiert daraus Naturkunst. Die beiden loben den Mut, einen Markt zu etablieren, denn, so Leidinger: „Das ist einfach ein ganz anderes Gefühl als beim Einkaufen im Discounter.“

Gerd Nieswandt, seine Frau Gudrun und Rita Schwaab von der Regionalgruppe „Hentern blüht auf“ stehen am Gemeinschaftsstrand. Hier konnte jedermann Produkte zum Verkauf abgeben, auch aus dem eigenen Garten. Sie freuen sich schon auf den nächsten Markt. „Das wird ein Weihnachtsmarkt, ebenfalls auf dem Dorfplatz“, sagt Schwaab dem TV. Sie kann sich die Weiterentwicklung gut vorstellen: „Vielleicht kommt auch noch ein Flohmarkt oder eine Saatbörse im Frühjahr dazu.“ Der Markt werde auch den Jahreszeiten angepasst.

Gut zu tun hatte Hermann-Josef Schwickerath. Er ist inzwischen Rentner, aber das erlernte Bäckerhandwerk beherrscht er wie eh und je. Aus dem mit Holzfeuer betriebenen Backofen kommen frische Brote, die weggehen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Mehr als 2000 Marktbesucher haben sich laut Veranstalter über so viele frischen Angebote an 20 Ständen gefreut, egal ob Heilkräuter, frische Salate, Biotomaten oder frischem Brot. Marktflair gab’s kostenlos dazu.

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