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Bach-Renaturierung in der VG Konz

Naturschutz : Renaturierung von Bächen in der VG Konz geht rasch voran

Abgeflachte Uferbereiche und Flächen zum Überlauf der Gewässer dienen auch dem Hochwasserschutz.

Die Verbandsgemeinde (VG) Konz arbeitet zurzeit zahlreiche Projekte zur Bach-Renaturierung und zum Hochwasserschutz ab. Darüber hinaus beschloss der Ausschuss für Bauen, Landschaftspflege und Naturschutz in der VG, sich am Umbau und der Modernisierung des Rathaus-Vorplatzes zu beteiligen. Und der Ausschuss brachte den Bau eines Kunstrasenplatzes in Wiltingen voran.

Mehrere Projekte sind bereits abgeschlossen, einige aktuell in der Bauphase und zahlreiche weitere Maßnahmen planungsmäßig vorbereitet. Thomas Molter vom Fachbereich Tiefbau in der VG Konz hatte eine Menge guter Nachrichten für die Bauausschuss-Mitglieder der VG mitgebracht. 15 Bauabschnitte zur Bach-Renaturierung betreut die Bauabteilung der VG momentan. Dabei gehen die Planer und Bauleute abschnittweise vor. Abgeschlossen sind Renaturierungen am Konzer Bach zwischen Krettnach und Niedermennig und am ersten Bauabschnitt des Mannebachs in Tawern.

Fast fertig sind die Maßnahmen in Oberemmel am Altbach. Und am Klosterbach von Roscheid bis zur Mosel wird aktuell an verschiedenen Orten gleichzeitig gearbeitet.

„Nach den Renaturierungen fließen die Bäche nicht mehr in eingekerbten Bachläufen. Stattdessen sind die Uferbereiche abgeflacht, und es sind Flächen zum Überlauf der Gewässer bei Starkregen und anderen Hochwasserlagen entstanden“, erläuterte VG-Fachmann Molter. Im Bereich des Mannebachs sei in Tawern sogar eine Spielzone für Kinder entstanden.

Noch in diesem Jahr sollen Baumaßnahmen am Maiersbach in Konz, am Albach in Wasserliesch und am Langwiesbach in Oberemmel beginnen.

Andere Bauabschnitte wie zum Beispiel der Mausbach in Onsdorf verzögern sich, da wegen der Corona-Pandemie die Versammlung zur Bürgerbeteiligung nicht durchgeführt werden konnte. Und bei Projekten wie dem Maarbach in Konz-Könen wartet man noch auf Genehmigungen der zuständigen Wasserbau-Behörden.

Molters Ausführungen wurden von den Ausschuss-Mitgliedern mit großer Zufriedenheit zur Kenntnis genommen. Angemerkt wurde lediglich, dass im Bereich der Konzer Straße An der Lichtsmühle sogenannte L-Steine im Uferbereich eines Gewässers verbaut wurden. Versammlungsleiter Guido Wacht, Erster Beigeordneter der VG, berichtete, dass die Kreisverwaltung bereits informiert sei und über eine Problemlösung nachgedacht würde. Die Runde war sich einig, dass diese Art von Gewässerufergestaltung das Gegenteil von dem sei, was man mit der Renaturierung anstrebe.

Die Renaturierung der zahlreichen Bäche in der VG ist auch eine der Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Im April erwarte man den Abschlussbericht zum Hochwasserschutzkonzept. Dann würden die zuständigen Gremien weiter an der Umsetzung des Konzepts arbeiten.

Ein weiteres wichtiges Projekt im Ausschuss für Bauen, Landschaftspflege und Naturschutz ist der Neubau eines Kunstrasenplatzes in Wiltingen. Aufgrund der Mehrfachnutzung des Geländes durch die Grundschule Wiltingen, die Don-Bosco-Förderschule, einer Kita und des Sportvereins in Wiltingen konnte man sich die Landesförderung sichern. Der Bau-Ausschuss entschied, dass ein Ingenieur­büro mit der Planung beauftragt und die Ausschreibungen entsprechend vorbereitet werden sollen. Dabei soll der Sportplatz zusätzlich eine 100-Meter-Laufbahn und eine Sprunggrube für den Schulsport erhalten.

Außerdem würden im Zuge der Sportplatzerneuerung auch die Zufahrtswege und die Parkmöglichkeiten rund um die beiden Schulen verbessert, so dass für die ÖPNV-Busse zukünftig eine sichere Wendemöglichkeit bestünde.

Ebenso beschloss der Bauausschuss der VG, dass die Verbandsgemeinde den Umbau des Konzer Marktplatzes pauschal mit 75 000 Euro unterstützt. „Die VG muss sich beteiligen, da die VG-Verwaltung in den Gebäuden der Stadt Konz sitzt und beide Einrichtungen die Infrastruktur gemeinsam nutzen“, erläuterte Beigeordneter Wacht.

Nach der Sanierung des Rathausvorplatzes seien alle Voraussetzungen für die verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten wie Volksfeste oder Märkte geschaffen. Dass im Rahmen der Bauarbeiten auch Bäume gefällt werden, sollte deutlich kommuniziert werden, meinte Ausschussmitglied Laura Malburg (Grüne). „Die Bäume, die entfernt werden, sind krank. Und natürlich werden neue Bäume gepflanzt“, erklärte Malburg.

Darüber hinaus mahnte Malburg an, Ladestationen für E-Autos und E-Fahrräder einzurichten. Guido Wacht bestätigte entsprechende Planungen: „Ja, das soll alles kommen.“