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Der besondere Draht zu den Nachbarn jenseits der Grenze

Der besondere Draht zu den Nachbarn jenseits der Grenze

Die Pflege der Freundschaft und der beiden Kulturen geht bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) noch immer am liebsten durch den Magen. Der Abzug der Garnison hat in Saarburg bei dieser Vereinigung eine besonders große Lücke hinterlassen. Früher waren die Franzosen auch im Vorstand vertreten.

Saarburg. "Es gibt ein Leben nach der Garnison", macht der Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG), Jörg Volk Mut für die Zukunft des Vereins. Gemeinsam mit der Harmonie Municipale de Sarrebourg und dem Musikverein Saarburg wurde an der Grillhütte im Kammerforst ein Sommerfest gefeiert.
"Die Verbundenheit mit der Partnerstadt Sarrebourg bleibt", betont Volk. Das Glück, mit einer französischen Garnison Frankreich mitten in Saarburg zu haben, hätten nicht viele DFG. "Mehr als 200 dieser Vereinigungen in Deutschland liegen weit weg von Frankreich", weiß der Präsident.
Doch im Sonderfall Saarburg schmerzt der Verlust der uniformierten Freunde sehr, zumal es in Frankreich kein Pendant zur DFG gibt und die Soldaten immer im Vorstand vertreten waren. "Es ist irgendwie ein leeres Gefühl. Wenn die Unterkünfte der Franzosen jetzt abgerissen werden, könnte ich heulen", beschreibt Volk seine Gefühle.
Doch er sei sicher, die Stadt werde das Beste aus dem Areal machen. Die Saarburger DFG will eng mit der Stadt und allen Vereinen, die Beziehungen nach Frankreich unterhalten, zusammenarbeiten. Langsam, aber stetig soll die Lücke, die durch die Garnison gerissen wurde, geschlossen werden. Helfen kann da bestimmt die Harmonie Municipale de Sarrebourg und ihr Dirigent Christian Greiner: "Wir pflegen seit den 50er Jahren freundschaftliche Kontakte zu Saarburg." Es ging locker zu unter den knapp 100 Gästen. Rund die Hälfte waren Franzosen. Sogar deutsche und französische Hunde freundeten sich an.
Im nächsten Jahr feiert die DFG ihr 30-jähriges Bestehen. "Wir werden uns da etwas Schönes einfallen lassen", verspricht Jörg Volk. Er wünscht sich, dass aus den derzeit 104 Mitgliedern noch ein paar mehr werden. "Jeder, der einen besonderen Draht zu Franzosen, ihrer Sprache oder Kultur hat, ist herzlich willkommen", wirbt der Präsident. doth
Informationen gibt es unter Telefon 06581/4757.