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Freilichtmuseum Roscheider Hof Bescheid über Fördersumme von 153 300 Euro

Infrastruktur : Land unterstützt Roscheider Hof mit sechsstelliger Summe

Minister Konrad Wolf überreicht dem Freilichtmuseum den Bescheid über die Fördersumme von 153 300 Euro. Volksfreund.de erklärt, wieso gerade diese Einrichtung gefördert wird.

Ein kleines DIN-A-4-Blatt mit einer großen Summe drauf: Den Förderbescheid des Landes für das laufende Jahr über 153 300 Euro hat Kulturminister Konrad Wolf persönlich an die Geschäftsführerin des Trägervereins Roscheider Hof, Dr. Ursula Ninfa, überreicht.

Das Mitglied der Landesregierung sieht die Einrichtung neben dem großen Weltkulturerbe, etwa die römischen Bauten in Trier, als wichtigen Baustein an, der für die lokale Geschichte von großer Bedeutung ist. Vor allem die vielen Aktionen und Veranstaltungen lassen die Besucher die Vergangenheit lebendig erleben. „Das Museum hat eine breite Basis dank Ehrenamt und ist auch wichtig unter touristischen Aspekten“, sagt der Kulturminister.

Das bestätigt der Vorsitzende des Kuratoriums, der Konzer Bürgermeister Joachim Weber: „In Nichtcoronazeiten ist das Museum ein Magnet in diesem gewachsenen historischen Anwesen.“

Wie detailgenau in dieser Einrichtung gearbeitet wird, erklärt Ausstellungsleiter Markus Berberich bei einem Rundgang. Immer wieder wird der Minister ins Staunen versetzt, sogar bis in die letzte Schraube hinein, die authentisch sein muss, aber schon lange nicht mehr einzeln im Handel zu bekommen ist. Nur auf dem Roscheider Hof ist sie vorhanden.

Die aktuelle Situation in Coronazeiten beschreibt die Vereinsvorsitzende Dr. Ursula Ninfa so: „Wir haben den Sommer gut überlebt, auch dank des guten Wetters.“ Es kamen viele Einzelbesucher. Aber nach wie vor fehlen die Gruppen, die in Bussen anreisen und die Schulklassen. Wie die Besucherzahlen sich weiterentwickeln könne sie heute nicht sagen.

Erleichterung ist den Museumsmachern anzusehen als der Minister zusichert: „Das Land wird dieses Museum weiter unterstützen.“

Anträge über den Museumsverband würden wohlwollend bearbeitet. Die Frage, ob denn der Zuschuss jährlich fließe, beantwortet Wolf mit einem klaren „Ja“, ergänzt durch den guten Rat, die entsprechenden „Töpfe“ im Auge zu behalten.

Planen kann das Organisationsteam derzeit immer nur kurzfristig. Der Weihnachtsmarkt beispielsweise muss ausfallen, weil der Mindestabstand von 1,5 Metern dabei wohl kaum einzuhalten ist. Kleinere Vorführungen (siehe Info) sind aber möglich.

Der Gesamteindruck des Roscheider Hofes nach dem Rundgang von Konrad Wolf lautet: „Es ist eine tolle Anlage, die es sich für Groß und Klein zu besuchen lohnt.“