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Gruß an die wilde Frühlingsbotin

Gruß an die wilde Frühlingsbotin

Die erste große Freiluftveranstaltung im Hochwald steht vor der Tür: Am 3. April sollen Tausenden wild blühende Naturschönheiten die Besucher der Schillinger Freizeitanlage begeistern. Nach der wetterbedingten Absage im Vorjahr sind die Veranstalter optimistisch, dass dem elften rheinland-pfälzischen Narzissenfest diesmal nichts im Wege steht.

Schillingen. Dunkle Wolken hängen zwar am Nachmittag über der Schillinger Freizeitanlage, aber auf den Wiesen entlang der Ruwer sind schon Hunderte gelbe Lichtblicke zu erkennen. Wilde Narzissen zeigen hier die Köpfchen. "Über Ostern sind ordentliche Temperaturen gemeldet, dann werden sie noch einen Schuss machen", prognostiziert der Schillinger Förster Michael Marx beim Pressetermin zum bevorstehenden rheinland-pfälzischen Narzissenfest.
Damit sind die Vorzeichen für die elfte Auflage am Sonntag, 3. April, deutlich besser als im Vorjahr. 2015 hatte man das Fest kurzfristig absagen müssen. "Es gab eine Sturmwarnung, das wäre zu gefährlich gewesen", erinnert sich Walburga Meyer, Geschäftsführerin des Vereins Hochwald-Ferienland, der das Fest mit der Ortsgemeinde Schillingen und dem Forstamt Saarburg organisiert. "Vor solchen Wetterkapriolen sind wir natürlich nicht gefeit", sagt Meyer. "Aber bei den Narzissen sind wir guter Dinge, dass bis Anfang April noch deutlich mehr blühen werden."
Um die Naturschönheiten zu bewundern, die in Deutschland nur noch an wenigen anderen Stellen wachsen, gelangen Besucher von der Freizeitanlage aus auf ausgeschilderten Wanderwegen zu den Wiesen. Ab 11.30 Uhr bietet Förster Axel Weber zudem eine geführte Wanderung an. "Da gibt es Infos zu Brennholz, wir erzählen ein paar historische Dinge und machen Stopps an markanten Punkten", erläutert Forst-Kollege Michael Marx. Am See starten zudem ganztägig Pendelbusse, die Gäste zu den etwa viereinhalb Kilometer entfernten Wiesen bringen.
Laut Walburga Meyer wird es erneut einen Frühlingsmarkt rund um den See geben. An der Spießbratenhalle werde Musik und "jede Menge Kulinarisches" geboten, bei den 20 Ausstellern Schmuck und Frühlingsdekoration. Als besondere Aktion im Vorfeld habe man diesmal Kinder aufgefordert, Bilder von Narzissen zu malen. "100 wurden eingereicht, die besten drei in insgesamt drei Altersstufen werden beim Fest prämiert", kündigt Meyer an. Für Erwachsene werde erstmals ein Narzissen-Quiz organisiert.
"Wir versuchen, jedes Jahr neue Akzente zu setzen", sagt der Schillinger Ortsbürgermeister Markus Franzen. Eine solcher Akzent sei auch die Narzissenkönigin, die erst zum dritten Mal gekürt werde. Das Amt übernimmt die 18-jährige Stella Schwandrau: "Ich bin Botschafterin für das Fest, werde an dem Tag Blumen an die Gäste verteilen und stehe auch für Fragen rund um die Narzissen bereit", erklärt sie ihre Aufgabe.
Die Veranstalter hoffen auf rund 3000 Besucher. Beliebt sei das Fest nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei Gästen aus dem Hunsrück, dem Ruwertal und vor allem aus dem Saarland, sagt Franzen. "Für unsere Bevölkerung ist es einfach immer ein schönes Signal, der Start in den Frühling", ergänzt Meyer und betont, dass die Narzissen am 3. April im Vordergrund stehen: "Wir wollen die Menschen für diese botanische Besonderheit unserer Heimat sensibilisieren."Extra

Daselfte rheinland-pfälzische Narzissenfest startet am Sonntag, 3. April, um 11 Uhr mit einer offiziellen Begrüßung an der Schillinger Spießbratenhalle. Dort wird auch Narzissenkönigin Stella I. gekrönt. Nach einem Frühschoppen-Konzert mit Moonglow bringen Busse ab 11.30 Uhr die Gäste zu den Narzissenwiesen. Zur selben Zeit startet eine geführte Wanderung. Ganztägig ab 10 Uhr gibt es kulinarische Angebote, rund um den See bieten Händler Schmuck und Deko-Artikel an. Ab 14.30 Uhr spielt der Musikverein Buweiler. cweb