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Wintereinbruch: Schneemassen im Hochwald: Busse fahren nicht, Schulen schicken Kinder nach Hause

Wintereinbruch : Schneemassen im Hochwald: Busse fahren nicht, Schulen schicken Kinder nach Hause

Die heftigen Schneefälle haben am Donnerstag im Hochwald für schwierige Straßenverhältnisse gesorgt. Weil einige Buslinien ausfielen, kamen nur wenige Schüler in Hermeskeil und Kell am See an. Der Unterricht wurde dort abgesagt. Die Räumdienste waren im Dauereinsatz. Schwere Unfälle blieben aus.

Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee waren in der Nacht auf Donnerstag gefallen. Das stellte vor allem den Busverkehr im Hochwald vor Probleme. In Hermeskeil wurde im Laufe des Vormittags am Gymnasium und an der Berufsbildenden Schule (BBS) entschieden, den Unterricht abzusagen. „Es waren nur sehr wenige Schüler da, weil einige Busse ausfielen“, erklärte eine Mitarbeiterin des Sekretariats am Gymnasium Hermeskeil auf TV-Nachfrage. In einer E-Mail an die Eltern teilte die Schulleitung wenig später mit, dass in Absprache mit der BBS auch am Freitag der Unterricht ausfallen werde – und zwar „aufgrund der heutigen Erfahrung im Schülertransport und der weiterhin vorhergesagten Schneefälle“. Die Verkehrsunternehmen könnten „leider keinen reibungslosen Transport garantieren“.

Auch an der Integrierten Gesamtschule in Hermeskeil fiel am Donnerstag der Unterricht aus. Am Freitag sei ohnehin Elternsprechtag, teilte das Sekretariat mit. An der Realschule plus in Kell am See soll am Freitagvormittag kurzfristig entschieden werden, ob der Unterricht regulär stattfinden kann. Dies war dort am Donnerstag nicht möglich gewesen, weil die Schulbusse nicht angekommen seien, hieß es am Nachmittag auf TV-Nachfrage.

Die Polizei Hermeskeil meldete am Donnerstagnachmittag lediglich einen witterungsbedingten Verkehrsunfall in ihrem Zuständigkeitsbereich. Auf der L143 bei Pluwigerhammer sei eine Autofahrerin mit ihrem Wagen die Böschung hinutergerutscht. Die Polizeiinspektion Saarburg teilte auf Anfrage mit, es habe bereits am Mittwochabend zwei glättebedingte Unfälle gegeben.

Zwischen Zerf und Losheim sei ein Auto in den Graben gerutscht. Auf dem Weg zum Unfallort seien die Beamten auf einen weiteren Wagen gestoßen, der bei Greimerath im Graben stand. In beiden Fällen sei niemand verletzt worden.

Laut Arnold Eiden, Leiter der Masterstraßenmeisterei in Hermeskeil, der auch für die Straßenmeistereien in Saarburg und Thalfang zuständig ist, waren die Hauptverkehrsstrecken am Donnerstag bis 8 Uhr weitgehend frei geräumt. Probleme habe es am frühen Morgen auf einigen Nebenstrecken gegeben, unter anderem auf der Kreisstraße an der Burg Heid bei Schillingen. „Hier und da“ seien Lastwagen liegengeblieben, was zu vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen geführt habe. Wegen der in der Nacht auf Freitag angekündigten erneuten Schneefälle seien die Mitarbeiter der Straßenmeistereien schon am Abend in Rufbereitschaft: „Wir machen um 2 Uhr eine Kontrollfahrt, ab dann stehen wir Gewehr bei Fuß.“