Alien

(U.M.) Die Besatzung des Raumfrachters "Nostromo" folgt einem Notrufsignal im All und stößt auf eine fremdartige Brutkolonie von äußerst feindseligem Eigenleben. Ridley Scotts Science-Fiction-Schocker von 1979 transponierte den Matinee-Grusel der 50er Jahre zum HiTech-Suspense-Spuk und wurde zum unbestrittenen Klassiker des modernen Science-Fiction-Films, der auch nach 25 Jahren und drei Fortsetzungen nichts von seiner verstörenden Faszination verloren hat.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wurde das Original-Negativ sorgfältigen Restaurierungsmaßnahmen unterzogen und in Ridley Scott reifte die Idee einer modifizierten Version. Im Gegensatz zu seinem späteren Eingriff bei "Blade Runner" hat Scott keine inhaltlichen Umdeutungen am Film vorgenommen. Die fünf wesentlichen neu eingearbeiteten Szenen ergänzen das bisherige Werk unspektakulär, lediglich die Begegnung Ripleys mit zwei eingepuppten Besatzungsmitgliedern nimmt nun das Brutverhalten des Aliens aus James Camerons Fortsetzung "Aliens" vorweg. Sammler werden feststellen, dass nur knapp zwei der neuen Szenen bereits im Bonusmaterial der DVD-Veröffentlichung enthalten waren. Es gibt also tatsächlich noch nie gesehene Bilder (etwa eine handgreifliche Auseinandersetzung der beiden weiblichen Nostromo-Offiziere) zu sehen. Zugleich trimmte Scott die Exposition, was dem Film im ersten Drittel zu mehr Dynamik verhilft. Schließlich wurde der Ton digital neu abgemischt. Die Anmerkung sei erlaubt, das Directors Cut ein vielleicht zu großes Wort ist für die nun vorliegende "Alien"-Fassung. Aber es liefert die Möglichkeit, dass dieser Meilenstein des Science Fiction- und Horrorfilms nun wieder auf einer großen Kinoleinwand seine Wirkung entfalten kann. Etwas Besseres kann es für einen Film nicht geben. (In den Kinos der Region)

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