Kurzkritik: C{OElig}ur de Pirate in Luxemburg

Kurzkritik: C{OElig}ur de Pirate in Luxemburg

Das erste Mal in Luxemburg und gleich ist das Konzert von C{oelig}ur de Pirate im Atelier ausverkauft. Mehr als 1000 Fans kamen am Donnerstag, um die blutjunge Liedermacherin Béatrice Martin zu sehen, die man aus den Medien eigentlich nur mit ihrem Klavier kennt.

In Luxemburg wurde sie von einer Band begleitet. Vier Jungs, die ihre Instrumente im Griff hatten und die 23-Jährige mit Gitarren, Schlagzeug, Keyboard und Bass-Gitarre unterstützten. Als erstes fällt auf, aus dem weißblonden Schopf ist ein brünetter geworden. Und klar ist auch, dass der Kopf der Piratenherzen, das bedeutet der Bandname auf Deutsch, eng mit seinem Klavier verwachsen ist. Schließlich spielt Martin, seit sie drei Jahre alt ist. Und so ist das Tasteninstrument die Basis der meisten ihrer Songs. Ruhig, melancholisch oder auch mal fröhlich sind die Lieder, die von der zarten, weichen Stimme der Sängerin getragen werden. Ein wenig kleinmädchenhaft klingt sie und trotzdem klar und voll. Viele Fans sind textfest, jubeln der Sängerin zu, als sie "Printemps" und "Ensemble" zum Besten gibt. "Danse et danse" bleibt als echter Ohrwurm hängen, genauso wie "Golden Baby". Fazit: Ein Hörerlebnis irgendwo zwischen Zaz und Vanessa Paradis. Wunderbar für zu Hause. Ob das Live-Erlebnis jedoch sein muss, sollte jeder für sich entscheiden. Am besten einfach in die beiden Alben "C{oelig}ur de Pirate" und "Blond" reinhören. Die Band kommt sicher wieder ins Ländchen. Mandy Radics