Freie Fahrt für das Jugendtaxi

Das "Jugendtaxi" soll ein weiteres Jahr im Kreis Trier-Saarburg fahren. Das hat der Jugendhilfe-Ausschuss beschlossen.

Trier. (alf) Gute Nachricht für jugendliche Party- und Diskogänger im Kreis: Das Projekt "Jugendtaxi" wird auf Beschluss des Jugendhilfe-Ausschusses fortgesetzt. Damit gibt es weiterhin zwei Euro pro Fahrt und pro Fahrgast Zuschuss.

Trotz vereinzelter Kritik, das Jugendtaxi fahre nicht regelmäßig, habe sich das Konzept bewährt, Jugendlichen nach dem Disco- oder Partybesuch eine subventionierte Fahrgelegenheit anzubieten, sagte Christine Schmitz, Jugendschutz-Beauftragte für den Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier. Die Finanzierung des Jugendtaxis sei durch die Spende der Sparkasse Trier über 10 000 Euro für ein weiteres Jahr gewährleistet.

Mit 2636 Fahrten ist die Nacht von Samstag auf Sonntag die am stärksten frequentierte Zeit, gefolgt von Freitag (1617) und anderen Tagen (579). Die Altersgruppe der 18-Jährigen (Jahrgang 1990) orderte am häufigsten bei den Taxiunternehmen eine Fahrt (1395 Mal); angefangen von den 15-Jährigen ist dabei eine Aufwärts-Tendenz erkennbar; ab 19 Jahren nimmt das Interesse (601 Nutzer) wieder ab.

Schweich (1949 Fahrten) und Hermeskeil (1380) sind die Verbandsgemeinden mit dem größten Anteil an den Fahrten. In den Verbandsgemeinden Trier-Land (647), Konz (470) und Ruwer (277) wird das Jugendtaxi wenig gerufen, was auch auf die relativ guten Busverbindungen nach Trier zurückzuführen sei. Eine Auswertung der Nutzungszahlen in der Verbandsgemeinde Saarburg sei nicht möglich gewesen, hieß es im Ausschuss; derzeit sei dort nur ein Mietwagenunternehmen vorhanden. Wenn künftig Konzessionen an Taxiunternehmen im Raum Konz-Saarburg vergeben werden, will sich das Jugendamt einschalten.

Vereinzelt habe es kritische Rückmeldungen von Nutzern gegeben. Beispielsweise hätten Taxifahrer gemeldet, das Jugend taxi fahre nicht. Weitere Kritik von Jugendlichen: Eine Vorbestellung sei bei großen Volksfesten nicht möglich. Wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit könnten ihre Kinder nicht die vereinbarten Heimkehrzeiten einhalten, beschwerten sich Eltern. Aufgrund des großen Antrags könnten an solchen Tagen keine definitiven Zeiten zugesagt werden, hätten Taxiunternehmer mitgeteilt, hieß es im Ausschuss. Man sei dennoch stets bemüht, Jugendlichen zeitnah Taxen zur Verfügung zu stellen.