Genuss schließt Missbrauch aus

In den kommenden Wochen bis Aschermittwoch wird allerorts ausgelassen gefeiert und kräftig Wein, Bier und Sekt getrunken. Gelegentlich auch zu viel, viel zu viel. Anders gesagt: Mit dem Alkoholkonsum wird Missbrauch getrieben.

Zwar gelten echte Weinfreunde nicht als Trinker im negativen Sinne, dennoch ist es immer wieder wichtig, auf die Folgen eines übermäßigen Weinkonsums hinzuweisen. Die europäische Weinwirtschaft hat im vergangenen Jahr eine lobenswerte Initiative zur Förderung eines verantwortungsbewussten Weinkonsums gestartet. Etwas lapidar könnte man die Aussagen dieser Initiative mit dem Satz zusammenfassen: Wein ist zum Genießen da, nicht zum Saufen. Die Strategie heißt Aufklärung - nicht nur über die gesundheitsschädlichen Auswirkungen eines unsachgemäßen Konsums, sondern auch über die positiven Wirkungen des moderaten Weingenusses. Und dafür gibt es viele Argumente: Wein ist in der Regel eine ideale Ergänzung zu köstlichen Speisen. Nur wer Wein langsam und moderat trinkt, kann seine komplexen Geschmacksnoten vollends schätzen und genießen. Moderater Weingenuss ist bei Erwachsenen als Teil einer ausgewogenen Ernährung mit einem risikoarmen, gesunden Lebensstil vereinbar. Und schließlich: Wahrer Weingenuss schließt Missbrauch aus.

w.simon@volksfreund.de