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Meerfelder investieren in Infrastruktur am Maar

Tourismus : Meerfelder investieren in Infrastruktur am Maar

Auf der Liegewiese soll eine Umkleide gebaut werden. Außerdem wird die Toilettenanlage erneuert und erweitert.

Meerfeld Für viele Badefreunde ist das Meerfelder Maar ein Geheimtipp. Insbesondere wenn an knallheißen Tagen die Freibäder der Region überlaufen, suchen mehr und mehr Badegäste in Meerfeld ihre Ruhe auf der Liegewiese im Naturbad. Der Ortsgemeinderat denkt nun darüber nach, Geld in die Hand zu nehmen, um den Komfort für die Badegäste zu erhöhen. Darüber soll auf der nächsten Sitzung des Gremiums am Donnerstag, 14. November, beraten werden.

Konkret geht es dabei um den Bau einer Umkleidekabine sowie die Erneuerung und Vergrößerung der Toilettenanlage, die rund 50 Meter vom Maar entfernt liegt.

Wie Ortsbürgermeister Eugen Weiler auf TV-Anfrage erklärt, solle die Umkleidekabine auf der Liegewiese errichtet werden. Die Umkleide solle in Douglasie- oder Lärchenholz gefertigt werden, damit sie sich optisch in das Landschaftsbild am Maar einfügt. „Die Umkleide bauen wir selber“, sagt Weiler. Die Ortsgemeinde habe Wald und Holz, der Bau werde weitestgehend in Eigenleistung ausgeführt. Weiler rechnet daher nur mit Kosten in Höhe von rund 1000 Euro.

Etwas mehr Geld ausgeben müssen die Meerfelder wohl für die Sanierung und Erweiterung der bereits bestehenden Toilettenanlage, die 50 Meter vom Maar entfernt liegt. Denn die Sanitäranlage aus den 1980er-Jahren sei in die Jahre gekommen, sagt Weiler. Zudem solle sie um eine behindertengerechte Toilette erweitert werden. Deshalb könne die Sanierung samt Ausbau der Anlage mit rund 15 000 Euro zu Buche schlagen. Falls der Rat die Baumaßnahme beschließe, solle sie in diesem Winter ausgeführt werden. Damit könnten die Umkleide und neue Toiletten den Badegästen zur nächsten Saison zur Verfügung stehen, sagt Weiler.

In der Regel gehe die Badesaison in Meerfeld Ende Mai/Anfang Juni los, erklärt Weiler, wenn die Wassertemperatur zwischen 18 und 21 Grad erreicht habe. „Manche gehen natürlich auch schon bei 15 Grad rein.“ Für gewöhnlich dauere die Badesaison bis Anfang September. In starken Jahren würden bis zu 15 000 Badegäste gezählt, die Eintritt zahlen. „Aber Kinder unter 12 sind frei und wenn um 17.30 Uhr die Kasse schließt, kommen auch noch Gäste.“ Von daher sei die Gesamtzahl der Badegäste am Maar weitaus höher, jedoch nicht zu ermitteln. An manchen Badetagen werde allerdings auch der Parkraum am Maar knapp. Wenn der Parkplatz mit rund 200 Plätzen gefüllt sei, parkten manche Badegäste die Feldwege um das Maar zu. „Da muss man dann schon mal eingreifen.“ Deshalb sei ein Zuwachs an Badegästen an manchen Tagen gar nicht unbedingt erwünscht. „Viele Leute kommen zu uns baden, weil es hier keine Mallorcastimmung und Halligalli gibt und es nicht so überlaufen ist.“ Deshalb mache eine Steigerung der Badegastzahl nur an manchen Tagen Sinn. Weiler. „Es gibt einfach Tage, da brauchen wir keinen mehr.“