November 2018: Parken auf dem Prüfstand

November 2018 : Parken auf dem Prüfstand

Die FWG-Fraktion im Wittlicher Stadtrat will die Parkzeiten am Kurfürstenplatz ändern. Im Rat stieß das auf Zustimmung, geändert wird aber vorerst nichts.

Michael Scheid von der FWG-Fraktion im Wittlicher Stadtrat brachte den Antrag seiner Partei am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung Wittlich auf den Punkt: „Auf dem Parkplatz Kurfürstenstraße wird rege Gebrauch von Tages- und Monatstickets gemacht. Besucher der Stadt finden kaum einen Parkplatz“, fasst Scheid das von ihm beobachtete Verhalten auf dem Platz in der Oberstadt zusammen.

Nach Meinung seiner Fraktion seien die Dauerparker jedoch besser auf dem Viehmarktplatz oder dem Parkplatz am Brautweg aufgehoben. Dort solle die Stadt auf Antrag der FWG Langzeitparkplätze schaffen und den Nutzern dort Plätze zuweisen. So würden mehr Plätze für Kurzzeitparker frei, und es entfiele auch der derzeit sehr rege Parkplatzsuchverkehr am Kurfürstenplatz.

Bei Bürgermeister Joachim Rodenkirch stießen die Pläne der Freien Wähler nicht auf Widerstand. Rodenkirch verwies allerdings auf eine bereits beschlossene und anstehende Untersuchung der gesamten Parkflächen in der Innenstadt, auch in Bezug auf Anwohnerparken. Diese müsse jedoch im Normalbetrieb, etwa im kommenden Frühjahr, gemacht werden und nicht in der Vorweihnachtszeit. „Mit den dann vorhandenen Zahlen können wir arbeiten“, sagte der Wittlicher Stadtchef.

Bei den anderen Fraktionen stießen die Worte der FWG ebenfalls nicht auf völlig taube Ohren. Elfriede Meurer (CDU) war jedoch auch der Meinung, dass man die komplette Parksituation in der Stadt betrachten müsse. „Der Antrag ist zu isoliert.“ Man brauche zudem Zahlen, die die Situation belegen, um weiter blicken zu können. Ralf Dörrenbächer (SPD) sagte, dass auch die Wahrnehmung seiner Fraktion sei, dass man sich die Situation auf dem Kurfürstenplatz anschauen müsse. Aber auch er forderte, dass man sich alle Parkplätze in der Stadt nochmal anschauen müsse und auch deren Gebührenordnung. Dann könne man im großen Rahmen nochmal diskutieren und auch den Antrag berücksichtigen.

Die Grünen forderten eine transparente Kommunikation in Sachen Parkplätze.

Der FWG-Fraktionsvorsitzende Michael Scheid sah die Einwände positiv: Es spricht nichts dagegen, alles nochmal mit Zahlen zu unterfüttern und im Ausschuss zu vertiefen. Es sollte aber zeitnah getan werden“, sagte er.

Der Rat verwies das Thema in die entsprechenden Ausschüsse, bevor es erneut im Stadtrat beraten wird.

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