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Letzte Chance für Bitburg Airport: Bis Ostern muss das Geld da sein

Letzte Chance für Bitburg Airport: Bis Ostern muss das Geld da sein

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm und der Bund setzen Frank Lamparski die Pistole auf die Brust: Dem Entwickler des Flugplatzes Bitburg bleiben nur wenige Wochen Zeit, um nachzuweisen, dass er über 30 Millionen Euro Startkapital für den geplanten Ausbau des Bitburg Airports verfügt.

Der luxemburgische Projektentwickler Frank Lamparski steht unter enormen Druck. Denn während die Zweifel an seinem Großprojekt Bitburg Airport wachsen, geht offenbar selbst den Befürwortern die Geduld aus. Sie wollen innerhalb der nächsten Wochen Belege sehen. Belege, die Lamparski bereits für Ende 2011 versprochen hatte.
Belege dafür, dass 30 Millionen Euro Startkapital auf einem zweckgebundenen Konto eingegangen sind. Sonst ist es vorbei mit Lamparskis Traum von einem internationalen Werft-, Fracht- und Passagierflughafen in der Südeifel.

Lamparski zufolge sind die gesamten 380 Millionen Euro seines asiatischen Investors inzwischen bei einer europäischen Bank eingetroffen. Allerdings liegt das Startkapital noch nicht - wie er vor wenigen Wochen sagte - auf einem luxemburgischen Konto. Denn derzeit erfolge noch die aufwendige Geldwäscheprüfung - und zwar für den Gesamtbetrag. "Das sind bankinterne Vorgänge, auf die ich keinen Einfluss habe", sagt Lamparski.

Den größten Druck macht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der die Landebahn gehört. Das Vorkaufsrecht, das sie Lamparski eingeräumt hatte, ist Ende 2011 abgelaufen. Und das neue Ultimatum währt nur kurz: Wenn der Luxemburger die geforderte Bankbestätigung nicht bis zum 29. Februar vorlegt, wird die Bima das Gelände parallel mit erneuerbaren Energien überplanen, um bis Jahresende noch Fördergeld bekommen zu können.
Auch der Eifelkreis Bitburg-Prüm wird Lamparski ein Ultimatum stellen.

Am Montag entscheidet der Kreistag über den Verkauf seiner Flugplatzanteile. Ein Verkauf, den die Mehrheit der Lokalpolitiker nach wie vor befürwortet. Allerdings ist er an die Bedingung geknüpft, dass die 30 Millionen Euro bis Ostern nachweislich für den Ausbau des Bitburg-Airports bereitstehen. Und für Landrat Joachim Streit steht fest: "Wenn der Beleg bis dahin nicht vorliegt, ist Schluss."