Silvester in Trier: Polizei im Dauereinsatz - Mann stirbt nach Sturz von Balkon

Silvester in Trier: Polizei im Dauereinsatz - Mann stirbt nach Sturz von Balkon

Zwei tragische Todesfälle und reihenweise Schlägereien: Vor allem in Trier hatte die Polizei zum Jahreswechsel alle Hände voll zu tun, während die Silvesternacht im Rest der Region eher ruhig verlief.

Trier/Bernkastel-Kues. (lars) Ein tragischer Unfall überschattete die Silvesternacht in Trier: Ein 22 Jahre alter Mann starb, nachdem er um 2 Uhr vom Balkon im zweiten Stock eines Hauses im Beutelweg im Norden der Stadt gestürzt war. Während der Notarzt um das Leben des Mannes kämpfte, versuchte die Polizei, Dutzende Menschen, die am Unfallort zusammengelaufen waren, zu beruhigen. Alle Wiederbelebungsversuche waren am Ende vergebens. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Anzeichen dafür, dass das Opfer in Folge einer Rangelei vom Balkon stürzte oder gestoßen worden wäre.

Tragisch ist auch der Hintergrund der Absage des bekannten Silvesterfeuerwerks in Bernkastel-Kues: Einer der beiden Pyrotechniker war beim Aufbau des traditionellen Spektakels tot zusammengebrochen. Der Notarzt stellte bei dem 75-jährigen Herzversagen fest.
Mit silvester-spezifischen Einsätzen war vor allem die Polizei in Trier beschäftigt. „Wir hatten reichlich zu tun“, hieß es aus der Inspektion im Zentrum der Region. Zeitweise wurde Unterstützungen von Dienststellen im Umland angefordert, wo die Nacht des Jahreswechsels insgesamt ruhig verlief. In Trier mussten die Beamten dagegen bereits um 20.30 Uhr zum ersten Silvestergerangel, als in einem Bus ein 20 Jahre alter Franzose und ein 23 Jahre alter Portugiese aneinander gerieten. Beide standen unter Drogeneinfluss. Die Droge, die in den folgenden Stunden zu dutzenden Einsätzen der Polizei bei Schlägereien in der Stadt führte, war vorrangig Alkohol. Schwerere Verletzungen bei den Kontrahenten waren nicht zu verzeichnen.

Der schwerste Brand durch Feuerwerkskörper brach kurz nach Mitternacht im Dachstuhl einer Schule in der Trierer Paulinstraße aus. Eine Silvesterrakete verursachte einen Sachschaden von etwa 10000 Euro.

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