134 Vorschläge für Aktionsplan Inklusion

134 Vorschläge für Aktionsplan Inklusion

Mit der Bürgerbeteiligung über das Portal www.trier-mitgestalten.de gehen die Vorbereitungen zum Aktionsplan Inklusion in die heiße Phase. Noch bis Sonntag, 6. März, können die insgesamt 134 Vorschläge der Arbeitsgruppen bewertet werden.

Trier. Bei der Präsentation der Zwischenbilanz zum Aktionsplan Inklusion im Stadtvorstand betonte Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Trier mache mit diesem Projekt "einen Riesensprung nach vorn im Vergleich mit anderen Kommunen". Koordinatorin Uta Hemmerich-Bukowski hat die Vorschläge der Arbeitsgruppen in Schwerpunkte unterteilt. In einem geht es um die Grundlagen, darunter barrierefreie Zugänge, in einem zweiten um die Erhebung bestehender Inklusionsangebote plus Verbesserungen. Der dritte Schwerpunkt befasst sich mit Information und Beratung. Dabei wird unter anderem angeregt, ein Haus der Inklusion als zentrale Anlaufstelle zu schaffen und Behinderten einen Lotsen zur Bewältigung des Alltags an die Seite zu stellen.
Weitere Schwerpunkte sind Schulungen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in diversen Einrichtungen und Firmen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung der zahlreichen Akteure vor Ort.
Thema für Haushalt 2017/18


In vielen Fällen ist mit der Verabschiedung des Aktionsplans nur ein erster Schritt getan. Ist zum Beispiel ein Umbau an einem städtischen Gebäude nötig, muss Geld aus dem Etat bereitgestellt werden.
Bürgermeisterin Angelika Birk mahnte an, diesen Aspekt bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2017/18 zu berücksichtigen. In einigen Bereichen hat die Stadt nur begrenzten Einfluss. So ist die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion für den Schulunterricht und die Einbeziehung von Schülern mit Handicap verantwortlich. Die Einbindung externer Partner ist daher ein zentrales Element des Konzepts.
Der Trierer Behindertenbeauftragte Gerd Dahm begrüßt es vor diesem Hintergrund, dass die Stadtwerke um eine engere Zusammenarbeit gebeten haben. Dabei geht es zum Beispiel um die Schulung von Busfahrern im Umgang mit dem Anderssein.
Nach dem Abschluss der Bürgerbeteiligung befassen sich die Arbeitsgruppen mit den Ergebnissen. Vor der Sommerpause soll das Konzept vom Stadtrat verabschiedet werden. Damit der Aktionsplan ein nachhaltiger Erfolg wird, müssen nach Aussage von Leibe in etwa zwei Jahren die ersten Ziele umgesetzt sein: "Außerdem müssen wir die Chance der Special Olympics nutzen, die 2017 in Trier stattfinden sollen." red

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