Auflösung Aprilscherz Doch kein Goldschatz in Trier-Süd

Archäologie : Münzen nur zum Anbeißen

Der Goldmünzenfund von Trier-Süd war ein Aprilscherz. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Archäologen nicht fündig geworden sind.

Goldmünzen schlummern sicher noch zahlreich im Erdreich unter Trierer Straßen, Häusern und Plätzen. Möglicherweise auch im Umfeld der Aulbrücke in Trier-Süd. Doch beim angeblichen Fund vom Sonntag (der TV berichtete) handelte es sich um einen Aprilscherz. Die goldenen Münzen bestehen nur aus goldener Folie und einem Kern aus Schokolade.

Das bedeutet keineswegs, dass das Gelände nicht im Fokus der Archäologen steht. Und das gleich doppelt. Dazu sagt Dr. Joachim Hupe, Außenstellenleiter der Landesarchäologie im Landesmuseum Trier: „Derzeit wird in der Ludolfstraße ein Gebäude errichtet.“ Die Arbeiten werden begleitet vom Landesmuseum. „Wir haben ein Stück eines frühkaiserlichen Grabmonuments gefunden.“ Auch bei Grabungen im Rahmen der Verrohrung des Aulbach und beim Bau von Einfamilienhäusern in unmittelbarer Nachbarschaft der Abtei St. Matthias habe es immer wieder Funde gegeben.

Die Archäologen werden auch dann aktiv, wenn die neue Aulbrücke gebaut und die Straßenführung verändert wird. Hupe rechnet vor allem im Abschnitt zwischen der Abtei und dem Gebiet unmittelbar am Bahndamm mit Funden. Nicht nur mit Steinsarkophagen, sondern auch mit Resten von Bestattungen in Leichentüchern oder hölzernen Kisten.

Auf den Bau der Straße im Dreiländereck zwischen Trier-Süd, Heiligkreuz und Feyen/Weismark setzt der Feyener Ortsvorsteher Rainer Lehnart große Hoffnung. Denn die dann wieder breitere Brücke und der Bau des Verkehrskreisels an der Einmündung Arnulfstraße sollen den Verkehr besser fließen lassen. „Wir werden den Verkehr nicht aus den Stadtteilen zurückdrängen“, sagt er. Doch durch die neue Strecke soll es reibungsloser vonstatten gehen.

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