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Diskussion vor 200 Besuchern: Quo vadis, Einkaufsstadt Trier?

Diskussion vor 200 Besuchern: Quo vadis, Einkaufsstadt Trier?

Der TV hat eingeladen und rund 200 Besucher sind erschienen: In der Aula des Humboldt-Gymnasiums ist es am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion mit Experten und Bürgern um die Einkaufsstadt Trier gegangen. Verträgt die City noch mehr Verkaufsflächen und sollte sie sich bei der Prüfung dieser Frage an den Investor ECE binden? Das waren die Kernfragen des Abends.

 "City vor dem Ausverkauf?. Die Zukunft der Einkaufsstadt Trier": Zu dem brisanten Thema der geplanten Ansiedlung eines ECE-Shoppingcenters in Trier diskutierten beim TV-Leserforum in der vollbesetzten Aula des Humboldt-Gymnasiums in Trier Professor Christian Muschwitz, Gerd Wilhelmus (ECE), Gerd Guillaume (Kaufmann) Oberbuergermeister Klaus Jensen und Michael Mueller (Kaufmann).
"City vor dem Ausverkauf?. Die Zukunft der Einkaufsstadt Trier": Zu dem brisanten Thema der geplanten Ansiedlung eines ECE-Shoppingcenters in Trier diskutierten beim TV-Leserforum in der vollbesetzten Aula des Humboldt-Gymnasiums in Trier Professor Christian Muschwitz, Gerd Wilhelmus (ECE), Gerd Guillaume (Kaufmann) Oberbuergermeister Klaus Jensen und Michael Mueller (Kaufmann). Foto: Friedemann Vetter


An Vergleichen war der Abend nicht arm: Die Ankündigung, ein Atomkraftwerk auf dem Viehmarkt zu bauen, hätte wohl nicht für viel mehr Aufregung sorgen können als die Kunde über die potenzielle Ansiedlung eines Einkaufscenters in der City, eröffnete TV-Redakteur Dieter Lintz mit einem Augenzwinkern - und der Bitte um Sachlichkeit bei den Redebeiträgen - die Diskussion.

Oberbürgermeister Klaus Jensen konstatierte in Anspielung auf den riesigen monolithischen australischen Gesteinsblock, dass es einen "Ayersrock des Einzelhandels" mit ihm in Trier nicht geben werde - sprich, ein mögliches Shoppingcenter nicht autark für sich stehen dürfe, sondern in den Einzelhandel der City eingebunden sein müsse.

Und schließlich bemühte auch Michael Müller vom Einzelhandelsverband noch einen Vergleich: "Sich von einem Investor für Einkaufscenter bei der Neukonzeption der City beraten zu lassen ist, als würde ich einen Metzger darum bitten, mir das Für und Wider vegetarischer Ernährung zu erläutern", kritisierte er das Vorhaben der Stadt, sich bereits bei der Aufstellung eines Entwicklungskonzepts für die City vertraglich an den Einkaufscenter-Entwickler ECE zu binden.

Müller betonte aber auch, dass weder er noch sein Händlerkollege Gerd Guillaume von der Trierer City-Initiative - ebenfalls auf dem Podium dabei - "Verhinderer von Konkurrenz" seien. "Uns geht es ganz klar darum die Stadt weiter zu entwickeln!", sagte Müller.

Gerd Wilhelmus, Geschäftsführer des Einkaufscenter-Investors ECE, versuchte sich im Besänftigen: Eine Entwicklungsvereinbarung zwischen Stadt und ECE heiße nicht, dass die ECE ihren Willen bekomme: "Wenn die Stadt uns Vorgaben macht, mit denen wir nicht leben können, dann verabschieden wir uns auch wieder von dem Vorhaben, in Trier zu investieren."

Ausführlicher Bericht folgt.

Das wurde zum Leserforum getwittert:

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