Eine offene Halle für Hip-Hop und Basketball

Eine offene Halle für Hip-Hop und Basketball

Sport, Hip-Hop-Musik und Tanz, statt Abhängen auf der Straße - diese Idee verfolgt das erste "Open Gym" in Trier. Zielgruppe sind Jugendliche ab zwölf Jahren, am 25. November ist die Eröffnungsveranstaltung in der Arena.

Trier. Sechs lokale Hip-Hop-Bands, coole Musik vom Band, zwei Basketball-Spielfelder, ein Streetsoccer-Platz, Zumba-Dance und Kletterwand - so wollen die Veranstalter Jugendliche ab zwölf Jahren zum ersten "Open Gym" von der Straße in die Arena locken. Die Grundidee des "Open Gym" - Basketball und Musik vermischen - kommt natürlich aus den USA, wurde aber von der Antonia-Ruut-Stiftung für Trier aufgegriffen. Die Stiftung sorgt auch für die Anschubfinanzierung, Veranstalter ist das Bürgerhaus Trier-Nord, das schon zahlreiche Aktionen wie ein Tonstudio mit der Stiftung realisierte. "Ein Projekt wie ,Open Gym\' ist ein Glücksfall für uns," sagt Bernd Weihmann, Leiter des Bürgerhauses Trier-Nord: "Gerade weil aufgrund von Kürzungen in allen Etats viele Projekt-Förderungen zum Jahresende auslaufen."
Keine Konkurrenz zu Vereinen


Vor allem Jugendliche (ab zwölf Jahren) aus Trier-Nord sollen angesprochen werden, die sich bisher noch nicht sportlich in Vereinen engagierten. Aber wie der Name "Open Gym" - auf Deutsch etwa "offene Sporthalle" - besagt, können natürlich Jugendliche aus ganz Trier zu den Veranstaltungen kommen. "Wir wollen den Jungs und Mädels viele Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung aufzeigen - ohne Leistungsdruck, einfach Spaß haben", meint Michael Issler, der im Bürgerhaus für die Jugendarbeit zuständig ist.
Am Freitag, 25. November, ist von 18 bis 22 Uhr die Auftaktveranstaltung in der Arena - wo später auch alle weiteren "Open Gyms" stattfinden werden. Lokale Hip-Hopper wie Fakez, King Wassim oder Alex J rappen dort, während Nachwuchsspieler der TBB Trier mit den Jugendlichen Streetball spielen. Der Alpenverein bietet klettern an der Kletterwand an, die Sportakademie sorgt für Streetsoccer, Lulu Brandes tanzt Zumba mit den Jugendlichen. Die Veranstalter hoffen auf 200 Besucher.
Aber dies soll nur der Auftakt sein, mindestens drei weitere "Open Gyms" sollen folgen - bisher stehen die Termine 2. Dezember, 7. Januar und 4. Februar fest. Dann sollen den Jugendlichen weitere Sportarten präsentiert werden - und sie dürfen am Ende abstimmen, was sie gerne weiterführen möchten. "Wir wollen auf keinen Fall eine Konkurrenz zu bestehenden Vereinen werden, im Gegenteil: Wir wollen Jugendliche und Vereine zusammenbringen", sagt Bernd Weihmann.
Im Februar soll Bilanz gezogen werden - dann fällt die Entscheidung, ob es mit dem "Open Gym" weitergeht, und wie es finanziert wird. "Ich bin sehr gespannt, wie die Jugendlichen dieses Projekt annehmen", sagt Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser, der für das Projekt seine Kontakte spielen ließ. Unter anderem zur TBB. "Wir sind gerne Partner der Aktion. Eine unserer Säulen ist der soziale Aspekt - und das ,Open Gym\' passt voll in unsere Strategie", sagt Ralph Moog, Aufsichtsratsvorsitzender der Bundesliga-Basketballer. "Vielleicht finden wir ja sogar ein paar echte Talente", hofft Esser, für den aber wichtiger ist, "Jugendliche dauerhaft zum Sport und von der Straße weg zu bringen".

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