Mechthild Michels bewirbt sich um Bürgermeisterposten in der VG Ruwer

Mechthild Michels bewirbt sich um Bürgermeisterposten in der VG Ruwer

Jetzt ist es amtlich: Auch die Grünen werden bei der Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Mechthild Michels, seit 1999 für die Grünen im VG-Rat Ruwer, wird am 19. Juni gegen Amtsinhaber Bernhard Busch (FWG) und Sascha Hermes (CDU) antreten.

Waldrach/Kasel. Wer wird ab dem 1. März 2012 auf dem Stuhl des Bürgermeisters in der VG Ruwer Platz nehmen? Darüber stimmen die Wähler am 19. Juni ab - und sie können sich mittlerweile zwischen drei Bewerbern entscheiden: Denn nach FWG und CDU haben am Freitag, 29. April, auch die Grünen eine Kandidatin gekürt. Zehn Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist wählte die Mitgliederversammlung im Pauliner Hof in Kasel einstimmig die 50-jährige Mechthild Michels zu ihrer Bewerberin für die Bürgermeisterwahl. Damit schicken mit Ausnahme der SPD alle im VG-Rat Ruwer vertretenen Fraktionen einen Kandidaten ins Rennen: Neben Michels treten der amtierende Bürgermeister Bernhard Busch (FWG) und CDU-Kandidat Sascha Hermes am 19. Juni an.
Politisch Interessierten dürfte die 50-jährige Mutter von zwei Kindern, die seit 1996 in Gutweiler lebt, keine Unbekannte sein: 1999 gründete Michels die grüne Liste in der VG Ruwer und zog damals direkt in den VG-Rat ein. Diesem gehört die Lehrerin seitdem ununterbrochen an. Neun Jahre lang war sie zudem Fraktionsvorsitzende.
Ausführlich erläuterte die 50-Jährige den Grünen-Mitgliedern am Freitag, welche Themen für sie ganz oben auf der Prioritätenliste stehen: die Energiewende vor Ort, die Verbesserung der Lebensverhältnisse für Kinder, Jugendliche und alte Menschen, eine umweltfreundliche Mobilität sowie mehr Bürgerbeteiligung bei Projekten der VG.
Investitionen in Energieeinsparung, die Unterstützung von Bürgerkraftwerken, die Nutzung von Nahwärme seien nicht nur gut für die Umwelt, sondern könnten auch die Haushaltslage der VG verbessern, betont Michels. Zudem wolle sie sich für verkehrsberuhigte Gemeindestraßen, eine sichere Schülerbeförderung und hochwertiges Schulessen einsetzen. Die Jugend müsse in ihrer Freizeit die Möglichkeit haben, mobil - etwa durch Nachtbusse - zu sein. Für alte Menschen müssen laut Michels Angebote entwickelt werden, damit sie möglichst lange in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können. In Sachen Mobilität im ländlichen Raum setzt die Kandidatin große Hoffnungen in die neue Landesregierung: Der öffentliche Personennahverkehr müsse in der Fläche gestärkt werden, statt weiter in den Straßenneubau zu investieren. red/neb