Neue Transformatoren für die Energiewende

Neue Transformatoren für die Energiewende

Rund 1,2 Millionen Euro investiert der RWE-Verteilnetzbetreiber Westnetz in die Erweiterung und Modernisierung der Umspannanlage bei Detzem. Diese wird moderner Knotenpunkt der Energieversorgung in der Verbandsgemeinde Schweich.

Detzem. Die Bauarbeiten haben in dieser Woche begonnen. Da alle Arbeiten im laufenden Betrieb erfolgen, erfahren die Kunden keine Beeinträchtigungen. Die erweiterte Umspannanlage an der Gemarkungsgrenze zu Pölich wird voraussichtlich Mitte 2015 in Betrieb genommen.
"Mit dem Umbau der Umspannanlage stärken wir das Stromnetz auf einem 50 Kilometer langen Netzabschnitt für die Energiewende. Damit wird die Versorgung entlang der Mosel in den Ortschaften Longuich bis Leiwen im Landkreis Trier-Saarburg fit für die Zukunft gemacht", erläutert Jürgen Stoffel, Leiter des Regionalzentrums Trier der Westnetz. "Neue Transformatoren bieten zukünftig ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik- oder auch Biogasanlagen in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzuspeisen."20 000-Volt-Schaltanlage


Die geplanten Einzelmaßnahmen sind umfangreich und werden in mehreren Teilabschnitten ausgeführt. Im Auftrag der Westnetz bauen Partnerfirmen aus der Region auf einer Fläche von circa 900 Quadratmetern ein weiteres 110 000-Volt-Schaltfeld mit einem neuen Transformator, der eine Leistung von 30 Megavoltampere (MVA) übertragen kann. In einem zusätzlichen Gebäude werden die neue 20 000-Volt-Schaltanlage und die intelligente Steuerungstechnik untergebracht, welche von der Netzführung in Saffig per Fernsteuerung bedient werden kann. Von dem neuen Gebäude aus erfolgt auch die Verteilung der Energie in die einzelnen Ortschaften. Eigene Mitarbeiter der Westnetz werden bei der Modernisierung in erheblichem Umfang im Einsatz sein. "Mit diesen umfangreichen Investitionen ist die Umspannanlage Detzem für die Herausforderungen der nächsten Jahre gerüstet", so Jürgen Stoffel.
Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Die elektrische Energie wird auf ihrem Weg von der Erzeugung aus dem Kraftwerk zum Endverbraucher über mehrere Spannungsebenen transformiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erhalten. Die Umspannanlage Detzem transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110 000 Volt auf 6000 beziehungsweise 20 000 Volt.
Für den einzelnen Verbraucher werden diese 20 000 Volt dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt.
Aus der Umspannanlage Detzem werden moselaufwärts die Ortschaften Pölich, Mehring, Longen, Riol und Longuicher Mühle versorgt - moselabwärts Schleich, Detzem, Thörnich, Köwerich, Leiwen sowie Dhrönchen (Ortsteil von Trittenheim) und Papiermühle (Ortsteil von Neumagen-Dhron). red