Ohne Ampeln geht's auch!

Hoppala, die Resonanz auf meine letzte "Guten-Morgen-Kolumne" zum Thema rote Ampeln in Trier hat mich fast umgehauen. Etliche Dutzend Leser haben mich danach angerufen oder angesprochen und mir - eine ganz ungewohnte Erfahrung - "zu dem tollen Artikel" gratuliert.

Dankeschön, das beflügelt. Deswegen gibt's heute eine Fortsetzung - und eine kurze Zusammenfassung für die, die den ersten Teil verpasst haben. Meine These: In Trier sind alle Ampeln so geschaltet, dass sie automatisch rot werden, sobald ein Auto davor auftaucht.

Damit hat die älteste Stadt Deutschlands zumindest ein "Alleinstellungs-Merkmal", denn derart stockend fährt, besser gesagt steht man sonst nirgendwo in der Republik.

Wer mit Leuten spricht, die sich beim Thema Ampeln in Trier auskennen, bekommt zu hören, dass es der Stadt schlichtweg an jemandem fehle, der wisse, was eine "grüne Welle" ist. Und natürlich am nötigen Kleingeld, um einen Ampel-Experten zu bezahlen. Mag ja sein, ist aber meiner Ansicht nach eine schlechte Ausrede. Preiswerter Vorschlag zur Güte: Liebe Trie rer Stadtväter und -mütter: Schaltet doch einfach die Ampeln in der Südallee mal eine Woche lang ab. Das spart nicht nur jede Menge Energiekosten und vermeidet Abgase, sondern schont auch die Nerven aller Verkehrsteilnehmer - nicht nur der Autofahrer.

Geht der Versuch unfallfrei über die Bühne, könnten nach und nach auch die übrigen Trie rer Ampeln abgeschaltet werden. Das wäre dann mal wirklich ein innovatives Projekt.

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