1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Täglich Trier: Draußen trinken in der Diskussion

Täglich Trier: Draußen trinken in der Diskussion

Die einen öffnen bis spät in die Nacht, andere haben schon um kurz nach 22 Uhr Ärger mit dem Ordnungsamt. Die Rede ist von Gastronomen in Trier. Heute diskutiert der Wirtschaftsausschuss dieses Thema.

Es steht kein Beschluss an, aber eine Diskussion. Die dürfte zumindest hochinteressant werden. Denn sie kann eine Frage aufklären, die sich vor allem in schönen lauen Sommernächten viele Menschen in Trier stellen. Warum hat Kneipe X abends bis in die Puppen die Terrasse geöffnet, während Kneipe Y um spätestens 22 Uhr die Außengastronomie dichtmachen muss? Für Gesprächsstoff hat das ja unter anderem gesorgt, weil der Biergarten des Trierer Petrusbräu anwohnerbedingt mit frühen Schließzeiten im Sommer zu kämpfen hatte. Nun also zur Diskussion, die heute im Wirtschaftsausschuss geführt wird (17 Uhr, Tagungsraum Gangolf im Rathaus). Braucht die Stadt Trier eine Satzung für die Außengastronomie oder bleibt sie bei ihrer bisherigen Regelung - diese Frage will Dezernent Thomas Egger mit den Ratsmitgliedern diskutieren.
Bisher trifft die Stadt Trier Einzelfallentscheidungen, was dazu führt, dass beispielsweise am Viehmarkt, Kornmarkt und am Domfreihof im Sommer wochentags die Terrassen bis 24 Uhr geöffnet sein dürfen, während andere - siehe Petrusbräu - viel früher schließen müssen. Andere vergleichbare Städte im Land regeln die Öffnungszeiten per Satzung - was dazu führt, dass für alle in einem definierten Gebiet liegenden Betriebe das Gleiche gilt. Bleibt Trier bei der Einzelfalllösung oder ist eine Satzung sinnvoll? Die Diskussion dürfte sicherlich nicht nur Gastronome interessieren.