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Trier-Galerie führt Armbändchen als Nachweis der 2G-Kontrolle ein

Corona-Kontrollen im Einzelhandel : Kunden kommen mit 2G-Bändchen in die Trier-Galerie

Das Shopping-Center Trier-Galerie in der Fleischstraße stattet geimpfte und genesene Kunden auf Wunsch mit einem blauen Papier-Armband aus, um 2G-Kontrollen im Innern zu erleichtern. Warum die City-Initiative über ein solches System für ihre Geschäfte auch nachdachte – die Idee aber dann aufgab.

Auf Wunsch und gegen Vorlage des Impf- oder Genesenennachweises erhalten Kunden an zwei Schaltern der Trier-Galerie im Gegenzug Armbändchen. Diese sollen den Geschäften des Shopping-Centers die 2G-Kontrollen erleichtern, sagt Centermanager Thomas Eggert. Statt an jeder Ladentür den Impfausweis hervorzuholen, könne dann auch das Bändchen gezeigt werden. Wer nur die so genannten „Geschäfte des täglichen Bedarfs“ in der Trier-Galerie besuchen will – also zum Beispiel den Supermarkt im Untergeschoss, Drogerien, Optiker oder Buchläden etwa – der benötigt den 2G-Nachweis weiterhin nicht.

Die Armband-Aktion befreit die anderen Läden allerdings nicht von der grundsätzlichen Pflicht, die Kunden selbst auf 2G zu kontrollieren. Denn die individuelle Lösung der Trier-Galerie kann die Vorgaben der Landesverordnung dazu nicht außer Kraft setzen. Jedes Geschäft muss trotz Armbändchen also weiterhin zumindest „stichprobenartig“ überprüfen, ob die Kunden geimpft oder genesen sind – eine Art Freikarte sind die Bänder damit also nicht.

„Wir wollen unseren Mietern mit den Bändchen allerdings ermöglichen, nicht durchgehend einen Türsteher am Eingang zu positionieren, sondern tatsächlich nur stichprobenartig eigene Kontrollen durchzuführen“, erläutert Eggert.

Auch der Händlerring City-Initiative hatte sich überlegt, ein solches Bändchen-System anzubieten, die Sache aber auf Eis gelegt. „Zum einen, weil unsere Mitgliedsbetriebe uns signalisiert haben, dass es eigentlich ganz gut funktioniert mit den Kontrollen“, sagt City-Initiative-Sprecherin Jennifer Schäfer. Dazu käme, dass solche Armbänder schon rein rechtlich nicht die Stichproben-Vorgabe der Landesverordnung aushebeln können. „Der Aufwand wäre daher zu groß. Möglicherweise bräuchte man für jeden Tag auch noch unterschiedliche Armbandfarben und müsste diese individuell bedrucken, damit sie nicht so einfach nachgemacht werden können“, sagt Schäfer. Insbesondere kurzfristig sei das allerdings nicht auf die Beine zu stellen.