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Glaube im Alltag: Was bleibt, wenn wir gehen?

Glaube im Alltag : Was bleibt, wenn wir gehen?

Ich liebe Momente, in denen ich Menschen treffe, deren Persönlichkeit mich beeindruckt. Es gibt wunderbare Ebenbilder Gottes, die andere mit ihrer positiven Ausstrahlung und ihrer Lebensfreude magisch anziehen.

Manchmal habe ich in meinem Beruf oder privat das große Glück, solchen Personen zu begegnen. Wissen Sie, wovon ich schreibe? Wer eine solche Situation erlebt, der sollte sich dessen bewusst sein, wie viel Nähe und Kontakt er zulassen will. Bisher habe ich kein Individuum kennengelernt, das nicht auf ein ‘Du und auf ein „Wir“ angewiesen ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, das gemeinschaftliche Miteinander immer wieder neu zu fördern. Wo dies gelingt, da springt ein Funke über.

Wir erleben Freude und erspüren, dass es ein großartiges Geschenk ist, gemeinsam achtsam unterwegs zu sein. Treten solche starken Persönlichkeiten in mein Leben, dann versetzen sie mich gefühlsmäßig in eine positive Glücksstimmung. Ich gebe zu, manchmal bleibt das „Hoch“ nicht lange. Zu große Erwartungen oder Enttäuschungen führen leider dazu, dass sich Wege nochmals trennen. Aber es gibt Gott sei Dank auch welche, die bleiben. I

n diesem Fall meine ich das wörtlich. Ich danke Gott für besondere Menschen, die in meinem und im Leben anderer tiefe Spuren hinterlassen. So kurz vor Ende des Schuljahres nehme ich mir die Zeit, um über solch schöne Begegnungen nachzudenken. Dabei hat mich bisher oft die Frage umgetrieben, was bleibt, wenn ein Lebensabschnitt zu Ende geht?

Heute weiß ich, dass es die Charaktereigenschaften der Wertschätzung und der Ermutigung sind. Wo habe ich anderen Hoffnung geschenkt, dass etwas gut ausgeht oder einen tiefen Sinn hat?

Zuletzt bleiben vielleicht mein Glaube, mein Humor und mein Lachen als persönliche Lebenseinstellung in Erinnerung. Oder wie lautet Ihre Antwort?

Rüdiger Glaub-Engelskirchen, Gemeindereferent St. Franziskus Hermeskeil