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Am 24. September ist Klimastreik in Daun

Umwelt : „Noch ist was zu retten“

Wie überall im Land und auf der ganzen Welt sollen auch in Daun am 24. September Menschen gegen den Klimawandel auf die Straße gehen. Esther Oest als Sprecherin der Orts- und Organisationsgruppe erklärt, warum die Demonstration wichtig ist.

„Höchste Zeit, um noch mal richtig durchzustarten“, sagt Esther Oest mit Blick auf die corona­bedingte Unterbrechung von Aktionen im Rahmen von „Fridays for Future“ („Freitage für Zukunft“), wie es sie 2019 in der Kreisstadt gegeben hatte (der Trierische Volksfreund berichtete). Damals waren angehende Abiturienten die Initiatoren. Doch diese könnten inzwischen wegen Studium oder Ausbildung nicht mehr vor Ort aktiv sein, räumt sie ein.

Die 26-jährige Esther Oest ist Studentin der Informatik. Sie ist in Daun aufgewachsen („in einer umwelt- und konsumbewussten Familie“, sagt sie) und vor einem halben Jahr mit Ehemann und zwei kleinen Kindern aus ihrer Universitätsstadt Trier wieder nach Daun umgezogen. Schon während ihrer Trierer Zeit habe sie sich wann immer möglich an den Fridays-for-Future-Veranstaltungen beteiligt, erzählt sie. Nun organisiert sie als lokale Ansprechpartnerin erstmals eine Aktion in Daun.

Am Freitag, 24. September, dem Tag des internationalen Klimastreiks, ist um 15 Uhr der Treffpunkt auf dem St.-Laurentiusplatz, von wo aus die Teilnehmer durch die Innenstadt und über die Abt-Richard-Straße und die Rosenbergstraße zurück zum Ausgangspunkt ziehen.

„Wir freuen uns über jeden, der mitmacht, und zwar über Menschen aus allen Generationen“, betont Esther Oest – „denn wir leben ja alle zusammen auf diesem wunderschönen Planeten Erde, den wir retten müssen.“ Die Abstandsregeln müssten eingehalten, Mundschutz sollte getragen werden. Das Mitbringen von Plakaten werde begrüßt.

Das Anliegen der von der Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufenen Fridays-for-Future-Bewegung ist es, sich für möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen, damit das 2015 auf der Weltklimakonferenz in Paris beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch eingehalten werden kann.

Im Vorfeld der Demonstration sprechen Esther Oest und ihre Mitstreiter in Daun die weiterführenden Schulen und Umweltorganisationen gezielt an. „Noch ist was zu retten“, meint Esther Oest, „aber nur, wenn nicht nur jeder Einzelne seinen Beitrag leistet, sondern vor allem dadurch, dass die Politik konsequent und am besten sofort agiert.“

Dass der Klimastreiktag einerseits international abgehalten werde, andererseits in Deutschland zwei Tage vor der Bundestagswahl stattfinde, hält Esther Oest für günstig. Da sollte man noch mal richtig laut und fordernd werden, meint sie.

Kontakt und weitere Informationen erhalten Interessierte bei Esther Oest, E-Mail: e.meckelburg@web.de, auf der Fridays-for-Future-Website unter Ortsgruppe Daun oder unter dem Instagram-Account fridaysforfuture_daun.