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Betonpfeiler verschieben wie Legosteine

Betonpfeiler verschieben wie Legosteine

DAUN. Zügiger Baufortschritt: Nachdem die erste Fahrbahn der Liesertalbrücke bereits fertig gestellt ist, wird nun an der zweiten Spur gearbeitet, wofür die riesigen Behelfspfeiler verschoben werden. Bis 2009 soll die A 1 bis zur Anschlussstelle (AS) Gerolstein fertig gebaut sein. Auch für das nächste Teilstück zur Anschlussstelle Kelberg beginnen bereits in diesem Jahr die Arbeiten.

Ein Blickfang ist die 578 Meter lange und 50 Meter hohe lange Liesertalbrücke allemal, obwohl sie erst zur Hälfte fertig gestellt ist. Die Pfeiler der Liesertalbrücke sind inzwischen alle komplett fertig gestellt. "Zur Zeit werden im Überbau Ost die so genannten externen Spannglieder verlegt. Weiterhin werden hier vorbereitende Arbeiten für den Einbau der Brückenlager ausgeführt. Sobald die Brückenlager eingebaut sind, werden die externen Spannglieder vorgespannt. Nach Abschluss der Spannarbeiten können dann die Hilfspfeiler verschoben werden", berichtet der A 1-Bauleiter Dietmar von Landenberg vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein. Beim zweiten Überbau (West) ist der erste Takt bereits fertig gestellt und zum Teil vorgeschoben. Sobald die ersten Hilfspfeiler verschoben sind, wird an diesem Überbau planmäßig weiter gearbeitet. Vorgesehen ist, den zweiten Überbau im Spätsommer 2007 fertig zu stellen Auf der Betonfahrbahn wurde in den vergangenen Wochen mit der Abdichtung begonnen. Diese ist jedoch wegen der Feiertage unterbrochen worden. Fertig gestellt werden soll die Liesertalbrücke bis Sommer 2008. Geplant sind zudem für 2007 weitere Arbeiten an der Wirtschaftswege- und Grünunterführung vor der Anschlussstelle Gerolstein. Wer von Nerdlen aus Richtung Dockweiler auf der B 410 unterwegs ist, fährt über die Baustelle der A 1. Nächstes Großprojekt: Talbrücke Königsuhr

Dort herrscht seit längerer Zeit Stillstand, denn laut von Landenberg ist die Ausschreibung für die weiteren Arbeiten noch in Vorbereitung. Mit den Arbeiten wird spätestens im Frühjahr 2008 begonnen. Der größte Teil der Erdmassen, die abtransportiert werden müssen, wird für den Fahrbahnbau an der Strecke zwischen Rengen und der Anschlussstelle Gerolstein benötigt. Ein Teil der Massen an der Anschlussstelle ist aber auch für die Dammaufschüttungen an der Talbrücke Königsuhr zwischen den Anschlussstellen Gerolstein und Kelberg vorgesehen. Der Bau dieses Abschnitts soll rund 20 Millionen Euro kosten. Im Lauf des Jahres soll mit dem Bau der 120 Meter langen Talbrücke Königsuhr begonnen werden. Die Vorbereitungen zur Ausschreibung der Erd- und Deckenbauarbeiten laufen bereits. Zwei weitere Brücken sind in der Planungs- und Bauvorbereitungsphase.